Schwerpunkt
Das Schwerpunktthema ist das Forum, um die vielfältigen, auch kontroversen Betrachtungsweisen von gesellschaftspolitisch und bildungspolitisch relevanten Fragen in und durch Medien zu beleuchten. Hier wird in erster Linie angestrebt. Bewusstsein zu wecken und zu vertiefen, dass und wie Medien Vorstellungen und Werthaltungen sowie individuelle Entscheidungen beeinflussen und die Alltagskultur mitprägen.
Veranstaltungsberichte
Call 1/2013
Thorsten Fuchs berichtet von einer Tagung zum Normativitätsproblem, die Anfang September an der Universität Wien stattgefunden hat. Dabei wird kursorisch die Pluralität der diesbezüglichen Positionen deutlich so wie dem Schwerpunktthema zusätzlich Relevanz verliehen wird.
Kolumne: Medientechnik zum Anfassen
Call 1/2011
Die #unibrennt-Bewegung hat auf unterschiedlichen Ebenen ihre Anliegen über Medien in die Öffentlichkeit gebracht. Neben vielen Gesprächen, traditionellen Protestformen und der klassischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde auch das Web 2.0 intensiv genutzt.
Anja Klimsa fasst zusammen, weshalb die handlungsorientierte Medienpädagogik im Bereich der Prävention als Empowerment der Beteiligten im Vergleich zur normativen Medienpädagogik das geeignete Mittel ist, um gegenwärtig pädagogisch vorzugehen.
Norm Friesen untersucht in seinem Beitrag die unterschiedlichen Konzeptualisierungen von Sprechen und Schreiben im rationalistischen und romantischen Paradigma der Spracherfassung und zeigt auf, welche Bedeutung diese Normsetzungen angesichts der Generation von Digital Natives haben.
Aufgrund der Mehrdimensionalität des Medienkompetenzbegriffs, kann auf die kritische Dimension im pädagogischen Sinne nicht verzichten werden. Thomas Damberger untersucht deshalb die kritischen Dimensionen der Medienkompetenz.
Durch Social Networks wie Facebook tritt das Privatleben des "gläsernen Menschen" mehr und mehr in die Öffentlichkeit. Von Exhibitionismus und einer Kultur der Freizügigkeit ist dabei die Rede. Sascha Trültzsch und Daniela Pscheida untersuchen (historisch) normative Konzepte der Privatheit.
„Ladyfeste“ sind Beispiele für eine partizipative Kultur, für selbst-organisiertes Lernen in informellen Kontexten und für lokale, transnationale und virtuelle Vernetzung und Kommunikation. Elke Zobl untersucht sie in ihrer sozialen und medialen Funktion und Räumlichkeit.
Bildungspotentiale künstlerischer medialer Anordnungen werden als Un-/Sichtbarkeiten, Überschreitungen und Zugänge am Beispiel von Zone * Interdite diskutiert, um im Sinne einer – an Foucault orientierten – Heterotopologie das (militärische) Verhältnis von sozialen und medialen Räumen auszuloten.
Der Massenmord ist ein filmisch und öffentlich immer wieder diskutiertes Thema, das am Beispiel des Frauenmörders Landru untersucht wird, dessen Fall bereits vor Orson Welles und Charlie Chaplin Teil der österreichischen Filmgeschichte wurde.
Der Konkurrenz als Prinzip eines Player versus Player-Online-Games – also „Massively Multiplayer Online (Role-Playing) Games“ (MMORPGs) – werden von den SpielerInnen unterschiedliche Bedeutungen zugewiesen. Harald Baumgartlinger untersucht diesen Umstand eingehend.
Die unscheinbare Kulturtechnik der Nummerierung wurde spätestens seit der Frühen Neuzeit dazu eingesetzt, Individuen im Raum zu verorten, sei es in Häusern, Räumen oder selbst in Betten. Anton Tantner untersucht diese Identifizierungspraktik und führt soziale und mediale Anwendungen der Menschenzählung vor Augen.
Ob der größer werdenden Aufenthaltsdauer in der Schule und längeren Lernzeiten wird die Frage immer wichtiger, wie Räumlichkeiten pädagogisch gestaltet werden können. Ursula Dopplinger widmet sich deshalb in ihrem Beitrag eingehend dieser Frage.
Christian Filk untersucht in seinem Beitrag, welche Rolle die Trias von "Wissen" (Knowledge), "Fähigkeiten" (Competence) und "Fertigkeiten" (Skills) in digitalen Verwertungsprozessen spielt und inwiefern Medien als Sozialisationsinstanz begriffen werden können.
Arbeitsgruppen der zuständigen Ministerien haben Vorschläge für die Umstellung der Lehramtsausbildung auf die dreigliedrige Studienarchitektur entwickelt. Im Beitrag von Christian Swertz werden Vorschläge zur Einbindung medienpädagogischer Lehrveranstaltungen in die neuen Studienprogramme entwickelt.
Die Querschnittsthematik "Medienbildung" stößt auf eine immer noch fachzentrierte Ausbildung und Schulpraxis. Mögliche Lösungen könnten Überlegungen aus dem Wissensmanagement bieten, wie Gerhard Scheidl in seinem Beitrag auf verschiedenen Ebenen erläutert.
Für die im Zusammenhang mit der Initiative "PädagogInnenbildung NEU" debattierten Probleme sind die Lösungsvorschläge des einflussreichen US-amerikanischen Pädagogen John Dewey von größter Relevanz. Iwan Pasuchin führt die Aktualität seiner bildungspolitischen Konzepte vor Augen.
Saferinternet.at führt pro Jahr mehrere hundert Workshops durch. Dabei kommen immer wieder dieselben Themen zur Sprache, die in der Aus- und Weiterbildung zu wenig berücksichtigt werden. Barbara Buchegger formuliert dahingehend Faustregeln für den medialen Alltag in der Schule.
Bernhard Lahner liefert uns den "subjektiven" Praxisbericht eines Studierenden in Bezug auf die aktuelle Umsetzung von Medienbildung und Medienpädagogik in der LehrerInnenausbildung im Pflichtschulbereich. Welche Erwartungen können in die „Pädagoginnenbildung Neu“ gesetzt werden?
David Perkmann geht in seinem Beitrag den Dispositiven des kybernetischen Kapitalismus nach, in dessen Rahmen biopolitische Verwaltungsstrategien als Gouvernementalität analysiert werden können, welche seit Adam Smith mit (neo)liberalen Wirtschaftsordnungen verknüpft sind.
Wolfgang Neurath beleuchtet die Debatten zur Biopolitik aus historischer Perspektive und zeigt auf, wie das Foucaultsche Konzept der gouvernementalité von der Policey des 18. Jahrhunderts bis hin zum aktuellen (Neo)liberalismus seine Macht keineswegs verloren hat.
Martin Müller untersucht eingehend die Rolle der technischen und medialen Dimensionen der Lebenswissenschaften und führt so anhand von Eugene Thackers Begriff der Biomedien vor Augen, dass auch Dinge und Materialitäten handlungstheoretisch gefasst werden können.
Christian Filk untersucht im Gesamtwerk von Günter Anders die biopolitischen Aspekte einer Negativen Anthropologie, die nicht zuletzt für das (phänomenologische) Konzept des Leibes von geraumer Bedeutung war und auch für die Medienpädagogik aktuell ein bemerkenswertes Reflexionspotenzial freisetzt.
Im biopolitischen Medienaktivismus sind eine Vielzahl von Interventionen gegen die Dispositive der Biomacht entstanden. Wolfgang Sützl untersucht Widerstandsformen, die biopolitische Strategien gleichzeitig unterwandern und einsetzen.
Der affective turn ist in alle Formen des Diskurses vorgedrungen. Dieser Beitrag versucht anhand des Künstlers Stelarc den Affekt im Kontext des "intrinsischen Körpers" theoretisch zu erschließen, also den unbewussten Körper der propriozeptiven Vorgänge, die unterhalb der Wahrnehmungsschwelle ablaufen.
Blood quantum, die Messung der Abstammung von amerikanischen Ureinwohnern in den indigenen Nationen der USA, wird oft als Kategorie aufgefasst, die von der US-Regierung repressiv eingesetzt wird. Die Autoren analysieren deshalb das Blut als Medium der Identität im Kontext der Cherokee-Nation von Oklahoma.
Vorstellungen vom postbiologischen Körper reichen bis hin zu Fantasmen, die den Menschen durch technische Schöpfungen verbessern, upgraden oder gar ersetzen wollen ... Petra Missomelius untersucht diese Biopolitik anhand von Maschinenmenschen, digitalen Gestalten und filmischen Visionen.
Chris Boge analysiert in seinem Beitrag, wie biopolitische Diskurse die Narrationen in Blockbustern strukturieren, in denen Superhelden juristische oder biotechnologische Konstellationen aushandeln und dabei Problemlagen sichtbar werden, die auch in unserem Alltag wiederkehren.
Maria Ecker berichtet von den bisherigen Erfahrungen der Plattform erinnern.at mit der medialen Speicherung und Webverarbeitung von Interviews mit Überlebenden der Shoah, die 2008 und 2011 als DVDs erschienen sind.
Ausgehend von der Frage, was es bedeutet, sich auf die Suche nach dem Bild der Shoah zu machen, untersucht Christian Zolles grundlegende formale und emotionale Aspekte, die unser Sehen bzw. Wiedersehen des Völkermords begleiten. Es wird gefolgert, dass medial-panoramatische (es ließe sich auch sagen: paranoische) Strukturen für vereinfachte Verhältnisse sorgen, in die sich jeder eingebunden fühlt. Wir schaffen es also nicht, dem (Massen)Sterben keinen Sinn zu geben.
Christian Filk untersucht narratologisch und medientheoretisch die Repräsentation(en) der Shoah und arbeitet das Verhältnis von historischer Erkenntnis und audiovisuellen Medien heraus.
Die Frage nach der Repräsentation von KZ-Fotos in Schulbüchern stößt in ein sehr komplexes Geflecht von Ansprüchen und Bedeutungen. Edtih Blaschitz analysiert in ihrem Beitrag die Funktion von visuellen Quellen in den Repräsentation(en) des Konzentrationslager Mauthausen.
Nach der Befreiung des Lagers Majdanek durch die rote Armee im September 1944 gelangten Bilder von den Zuständen im befreiten Lager auch in die westlichen Armeekreise. Das gab den Anstoß, die befreienden Truppen ebenfalls von Kamerateams begleiten zu lassen. Die so hergestellten Bilder dienten u.a. als Ausgangsmaterial für den Film Todesmühlen.
Der Beitrag skizziert die gesellschaftlichen Bedingungen einer zeitgemäßen Erinnerungsarbeit im Kontext der gegenwärtigen migrationsgesellschaftlichen Wirklichkeit. Die Verfasserin argumentiert aus ihrem eigenen bundesdeutschen Kontext heraus, wobei die Ähnlichkeiten und Unterschiede zu den österreichischen Bedingungen noch zu diskutieren wären.
Die Wirkungsstätte der Wissenschaft ist im Film zumeist ein Ort des Grauens, ein Raum voller geheimnisvoller Flüssigkeiten, seltsamer Apparaturen und konservierter Körperteile, in dem ein verrückter Wissenschaftler perfide Experimente durchführt. Karin Kaltenbrunner geht dieser Überlappung von inszenierter Wissenschaft und Filmgeschichte anhand verschiedener Verfilmungen von Mary Shelleys "Frankenstein" nach.
Jana Koch analysiert anhand des Films Prinzessinnenbad (D 2007) die Inszenierung des Stadtteils Berlin Kreuzberg.
Städte präsentierten sich Anfang des 20. Jahrhunderts als Kulturraumverdichtungen in Form eines geregelten, übersichtlich genormten Ambientes. Das zeitgenössisch jüngste Medium, die Kinemathographie, hat sich seit ihren Anfängen immer wieder darum bemüht, das urbane Regelwerk aus der Makroperspektive auf Filmstreifen zu dokumentieren. Günter Krenn analysiert dies anhand österreichischer Serienkomiker in der Stummfilmzeit.
Anna Dobringer, Silvester Stöger und Karl Wratschko untersuchen eingehend die sozialen Räume und inhaltlichen Ebenen des Films "Das Einküchenhaus".
Der Stummfilmerklärer ist eine selten eingehend analysierte Sozialart in der Filmgeschichte, deren Spuren Anna Denk nachgeht.
Mit "Spider" verfilmte David Cronenberg einen Roman von Patrick McGrath, der von der schizophrenen Auflösung des Ich und der Subjektivität erzählt. Katharina Prazuch untersucht derartige Identitätsverflüssigungen anhand der Räume des Filmischen.
Die Stadt bietet vor allem eines: Widersprüche - und diese mitunter auf engstem Raum. Prunkvolle Villen neben heruntergekommene Bruchbuden, schlichte Gemüter neben scharfsinnigen Genialitäten, Verfolgungswahn und Geborgenheit. Kaum wunderlich, dass die Stadt gern zum Thema künsterlischer Verarbeitung wird - dies trifft in besonderer Weise auf die beiden Kriminalromane „The City and The City“ verfasst von China Miéville und auf Michel Butors "Zeitplan" zu und bedienen sich dabei der Mittel des Film Noir. Dieser Fährte, nämlich die Cineastik in Literatur aufzuspüren, wird hier näher auf den Grund gegangen.
Thematische Auswahlbibliographie zur Raumtheorie und zum Verhältnis Film-Raum
Medienkompetenz & GenderkompetenzKompetenzen für das Web 2.0
In einer Panelstudie wurde die Verbesserung der Schlüsselkompetenzen von Schülerinnen und Schülern durch eLearning in vier Volksschulen untersucht. Mit der verwendeten Webquest-Methode wurden bei drei von vier Untersuchten im Bereich der Schlüsselkompetenzen Erfolge erzielt.
Unter Bezeichnungen wie "Internetführerschein" oder "Medienpass" laufen in Deutschland derzeit mehrere bildungspolitische Initiativen, die die Vermittlung von Medienkompetenz systematisieren wollen - ein kritischer Überblick.
Weiterführende Gedanken zur „Schlüsselkompetenz Nr.4“ des Europäischen Rates im Bereich des lebenslangen Lernens: Computerkompetenz bzw. Medienkompetenz, sowie Anwendungsbeispiele aus dem Bereich der Volksschule: Klassenblog und verschiedener Apps via iPad - 2 Praxisberichte
Hacker sind gewohnt, in bestehende Systeme einzudringen. Das ist meist illegal. Hacken ist aber oft ein Prozess, der letztlich das System verbessert. Interessant ist, warum Schulsysteme derzeit weitgehend hackerfrei sind, und ob dies nicht ein Nachteil für die notwendige Beweglichkeit dieser Systeme ist?
Neue Technologien aus dem aktivistischen Umfeld bieten radikale Alternativen zu kultureller Nischenbildung und zentralisierten Web 2.0-Infrastrukturen.
Wie die Geiselnahme einer Kuh als kritische Intervention in biopolitische Zeichensysteme zu verstehen ist, und was das alles mit einer Neuformulierung aktivistischer Mediennutzung zu tun hat.
Driven by the messianic pleasure of disconcerting hegemonic power, many contemporary activist movements aim at “jamming” cultures of violence – without any visionary pretension of a new truth.
Wie lässt sich das Verhältnis von Medienaktivismus und handlungsorientierter Medienpädagogik beschreiben? Im Beitrag werden ausgewählte Aspekte der Thematik sondiert und kritisch diskutiert.
Wie lässt sich digitaler Aktionismus einordnen? Kriminelle Handlung oder ziviler Ungehorsam? Ein wissenschaftlicher Einordnungsversuch der Operation Payback in die Theorie Hannah Arendts.
Das "Rote Telefon" steht als Symbol für die Kommunikationsstruktur des Kalten Krieges zwischen Moskau und Washington. Tobias Nanz untersucht anhand verschiedener (filmischer) Inszenierungen das Verhältnis von Politik, Macht und Medien anhand des Dispositivs des Politischen.
Die Medienimpulse haben in Kooperation mit dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien am Donnerstag, dem 3. März 2011, Experten aus dem Umfeld aller im Nationalrat vertretenen Parteien zu einer Diskussionsrunde mit dem Thema „Politik/Macht/Medien“ eingeladen. Teil 2
Die Medienimpulse haben in Kooperation mit dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien am Donnerstag, dem 3. März 2011, Experten aus dem Umfeld aller im Nationalrat vertretenen Parteien zu einer Diskussionsrunde mit dem Thema „Politik/Macht/Medien“ eingeladen. Teil 1
Acacemic Literacy ist ein Sammelbegriff für Schreib- und Lesekompetenzen in Hochschul- und Wissenschaftskontexten. Der Beitrag gibt eine Übersicht, wie die neue Literacyforschung dieses Feld absteckt und wie sich alte und neue Literalitäten darin mischen.
Die Literacydiskussion ist vielfältig und heterogen. Der Beitrag liefert einen Überblick über die Diskurse und entwickelt einen Vorschlag für einen praxisleitenden Literacybegriff.
Theoretische Verwirrung stiften: der Gebrauch des Begriffs "Literacy" für digitale Kommunikation.
Can we introduce video games in media education activities? In which way? What kinds of skills can be improved along with them?
In Workshops und Seminaren, die primär das Ziel haben, etwas über das Radio Machen zu lernen, sowohl antidiskriminierende, dem Diversity-Ansatz verpflichtete, als auch medienpädagische Methoden und Übungen zu verbinden, ist ein hoher Anspruch.
Im Auftrag des BMUKK setzt der Verein "Kultur und Sprache" seit einigen Jahren Radio in seinen Fortbildungen für ausländische DaF-LehrerInnen ein. Nun wurde im Rahmen eines EU-Grundtvig-Projekts ein Radiomodul entwickelt, das allen Interessierten das nötige Know-how für den richtigen Gebrauch der Radiotechnik vermittelt und deren Einsatzmöglichkeiten im Bildungsbereich zeigt.
Im Zuge dieser Bemühungen veranstaltet "Kultur und Sprache" im Rahmen eines internationalen Fortbildungsangebotes für DaF im November 2010 erstmals ein Seminar, das die Vernetzung von österreichischen RadiomacherInnen mit internationalen PartnerInnen gewährleisten soll.
Medienprojekte zu Gender und Diversität im Alltag einer Wiener Schule
Wie der neue Presserat Fehlentwicklungen in den Medien begegnen wird.
Das Web 2.0 verändert unsere Möglichkeiten zu publizieren und zwingt uns zu überdenken, wie wir Privatheit definieren.
Horrorfilme bieten Jugendlichen Distanz, Angstlust und Themenbasis für Anschlusskommunikation. Die gesuchten und gefundenen Werte sind kein Anlass für "Medienmoralisierung", sondern für eine fröhlich-gruselige Medienpädagogik.
Aktuelle Studien und Befragungen dokumentieren: Österreichs Journalistinnen und Journalisten sind nicht nur Berichterstatter. Ihrem Selbstverständnis nach sehen sich viele vorrangig als Kontrollore und Aufklärer, die auch selbst politisch Themen setzen wollen. Mehrheitlich definieren sie sich politisch links der Mitte. Von Gewissenskonflikten in der Arbeit sind sie trotz ihrer Macht- und Multiplikatorenposition als Wertevermittler aber weniger irritiert als andere Berufsgruppen.
CodeX war eine gemeinsame Projektinitiative von wienXtra-medienzentrum, Jugendpresse Österreich, Orange 94.0 und OKTO tv zum Thema Medienethik.
Es zeigt sich, dass die Nutzung der Kronen Zeitungen mit Realitätseinschätzungen, Einstellungen, Verhalten und Themenwichtigkeit korreliert.
Inwieweit besteht in medienzentrierten Demokratien eine schleichende Tendenz, über staatlich-institutionelle Einflussnahmen die Autonomie der JournalistInnen einzuschränken?
Die Wahrnehmung des afrikanischen Fußballs und seiner Spieler war und ist sowohl in den Stadien wie in den medialen Darstellungen von rassistischen Images aus der Zeit Kolonialismus geprägt. Der speziell in Europa konstatierbare Aufstieg des afrikanischen Fußballs im Zuge der Ökonomisierung und Globalisierung des Spiels brachte zwar neue Superstars hervor, alte Stereotype leben aber vor Ort wie im medialen Diskurs in transformierter Weise fort.
Zur Inszenierung von Geschlechterverhältnissen in den Sportmedien - Österreich im internationalen Vergleich [1]
In Unterhaltungsindustrie und Massenmedien nimmt der Sport eine im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Rolle ein. Er ist zugleich Wettkampf-Arena und Wunschmaschine, Werbefläche und Starproduktion. Dass die Erscheinungsformen des Sports in der modernen Medienwelt einer rasanten Dynamik und Wechselbeziehung unterliegen, ist am Beispiel des Massenphänomens Fußballs vielleicht am deutlichsten abzulesen.
Der Aufsatz beschäftigt sich mit der zunehmenden Ökonomisierung des Sports, die durch die massenmediale Berichterstattung vorangetrieben wird. Anhand von Fußballübertragungen wird veranschaulicht, wie der Sport und das Fernsehen wechselseitig voneinander profitieren. In diesem Zusammenhang wird insbesondere die Art der massenmedialen Aufbereitung des Sports für ein Millionenpublikum diskutiert, d.h. die Spektakularisierung von sportlichen Wettkämpfen mit medialen Mitteln, etwa durch eine patriotische Kommentierung und die Fokussierung auf Stars.
Fußball als Element der Popularkultur. Oder: Wie der Fußball als Mittel der Unterdrückung eines nationalen Minderheitenbewusstseins dient.
Im Laufe eines Jahrhunderts haben sich die unterschiedlichen Bereiche des (Massen-)Sports und der (Massen-)Medien immer enger verwoben. Die Geschichte dieser Symbiose wird hier am Beispiel Österreichs nachgezeichnet
Der Beitrag "Gaming the Schools" eröffnet Einblicke in die Gestaltung und Evaluierung eines österreichisches Pilotprojekts zum Einsatz von Computerspielen in Schulen und erörtert die Chancen und Herausforderungen eines produktiven Einsatzes von digitalen Spielen im Unterricht.
Sind Computerspiele ‚Text’? Welche Art von Text? Und wo ist eigentlich der Text in Schach?
Im Folgenden wird die Entwicklung eines Lernadventures für funktionale Analphabeten kurz porträtiert und vor dem Hintergrund der Bedeutung der Schriftsprache für die Zielgruppe hinsichtlich seiner Textlichkeit fokussiert.
Die Individualität der einzelnen SchülerInnen fordert Pädagogen und Pädagoginnen dazu auf, differenziert zu lehren, dennoch wird oft von LehrerInnen immer noch wie selbstverständlich am Schulbeginn der 1. Klasse zu Schreib- und Leselehrgängen gegriffen. Insgesamt sind diese zwar in den letzten Jahren lebendiger geworden, aber sie enthalten wenige Anteile des freien Schreibens und bringen möglichst Gleiches zur selben Zeit bei. Hierbei wird differenzierter und individueller Schriftspracherwerb sehr schwierig und oft unmöglich.
Die Alternative zu dieser restriktiven Wirkung der Fibeln ist es, am Vorwissen der Kinder anzuknüpfen, es zu erweitern und die Bereitschaft zu fördern, in Eigeninitiative und Selbsttätigkeit verschiedene Zugänge zur Schriftsprache zu entdecken.
Diesen Ansatz zeigt das im Folgenden beschriebene Projekt für den IMST-Fond der Universität Klagenfurt, durchgeführt in der GEPS-VS, Brünner Straße in 1210 Wien, wo Schriftsprache am Computer erworben wird, auf.
Beiträge
Call 1/2009 - Bildungsstandards
Bereits in der frühen Kindheit wird die entscheidende Basis für Kompetenz und Persönlichkeit an informellen Lernorten gelegt...
Welche Kompetenzen sollten die Schülerinnen und Schüler im Medienbereich entwickeln und welche Standards sollten dazu gefordert werden?
Qualitätssicherung von Online-Kursen - eine theoretische Betrachtung mit empirischer Testung am Beispiel des "ELAN"-Projekts.
"Standards für E-Learning weisen zunächst lediglich ein Qualitätspotenzial auf, welches dann realisiert werden kann, wenn die Beteiligten über die notwendigen Kompetenzen verfügen."