Call 2/2013
Call for Papers 2/2013: Freiwillig, selbstbestimmt, selbst organisiert? Medienpädagogische Zugänge in geteilten Zeiträumen

Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit in organisierten, institutionalisierten Zusammenhängen - Stichwort “ganztägige Schulformen”. Klassische außerschulische Anbieter verlieren dadurch sukzessive ihre Handlungsspielräume und sehen sich gefordert, ihre Angebote an schulischen Organisationsräume anzupassen. "Alles was Schule berührt, wird zur Schule"' klagt die Jugendarbeit. Aber wie groß sind die Differenzen zwischen schulischer und außerschulischer Arbeit tatsächlich? [...]
mehr
|

Bild: Creative Commons: Smotr@flickr
|
Insbesondere in der Medienpädagogik gibt es eine lange Tradition des Diskurses zu diesem Thema. Gibt es auch einen Erfahrungstransfer, der die medienpädagogische Praxis erreicht? Welche Konsequenzen und Zukunftsanforderungen leiten sich daraus für die Medienpädagogik ab? Offene Mediengruppen, Ferienworkshops, spontane Medienexperimente ... handlungsorientierte Medienarbeit hat in der Jugendarbeit eine lange und solide Tradition. Jugendarbeit beansprucht für sich gerne eine Vorreiterrolle, wenn es darum geht, neue Methoden für die Medien-Projektarbeit zu entwickeln.
Welche erprobten Zugänge gibt es? Dabei sollen etwa folgende Fragen behandelt werden:
- Welche Qualitätskriteria wenden MedienpädagogInnen, die außerhalb schulischer Strukturen tätig sind, auf ihre Arbeit an?
- Was wissen wir über die in- und non-formellen Lernprozesse, die hier stattfinden?
Wir suchen:
- Beiträge, die das Besondere der außerschulischen medienpädagogischen Arbeit beschreiben.
- Erfahrungsberichte über medienpädagogische Projekte mit "Brückenschlagcharakter" zwischen Schule und Freizeitpädagogik.
- Beiträge, die zukünftige Szenarien der medienpädagogischen Arbeit im Rahmen der “Freizeitpädagogik” sowohl aus schulischer als auch außerschulischer Sicht beleuchten.
Die Herausgeber laden daher zur Einreichung von Beiträgen ein, die sich auf theoretischer oder praktischer Ebene dem medienpädagogischen Thema Freiwillig, selbstbestimmt, selbst organisiert? Medienpädagogische Zugänge in geteilten Zeiträumen widmen.
Redaktionsschluss: 15.05.2013
Erscheinungsdatum: 21.06.2013
|
|
|
Call 3/2013
Call for Papers 3/2013: Visuelle Historiografien. Comics zwischen Reflexion und Konstruktion von Geschichte(n)

Das Medium Comic hat spätestens seit der inzwischen als prägend einzustufenden Zäsur von 1986 – also dem Erscheinen zentraler Graphic Novels – verstärkt wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren. Neben Aspekten der Erzähltheorie und medienüberschreitender Verflechtungen ist richtigerweise auch das Verhältnis zu Geschichte bzw. Geschichtsschreibung untersucht und problematisiert worden. Wie andere sequentielle Medien auch, ist das eigengesetzliche Medium Comic in der Lage, Fragen der Historiografie aus medienpädagogischer Sicht aufzunehmen und zu reflektieren.
mehr
|

Quelle: Albert Uderzo zeichnet Asterix, Wikimedia Commons
|
Die in den oftmals sehr unterschiedlichen Werken nachweisbaren poetologischen Strategien reichen dabei von der simplen Darstellung, der kritischen Reflexion bzw. Fiktionalisierung hin bis zur Konstruktion parahistorischer Entwürfe. Alle Beispiele aus dem Bereich Comic eint aber die Notwendigkeit einer Implementierung erzählerischer Ansätze, also auch eine künstlerische Erforschung von Darstellbarkeit von Historie in all ihrer Komplexität. Der ausgeschriebene Schwerpunkt der MEDIENIMPULSE „Visuelle Historiographien. Comics zwischen Reflexion und Konstruktion von Geschichte(n)“ soll diesem Themenfeld Rechnung tragen und gleichermaßen historische wie medienpädagogische Beispiele berücksichtigen. Dabei sind u. a folgende Fragen von Interesse:
- Wie werden Zeit- und Geschichtswahrnehmungen durch die visuelle Darstellung im Medium des Comics transformiert?
- Wie ändern sich also durch den Medienwechsel in den Bereich der Comics die traditionellen Erzählmuster und Formen der Geschichte(n)?
- Wie transformiert sich durch den Einsatz von Comics die Wahrnehmung von Geschichte und Erzählung in der konkreten Unterrichtspraxis von Lernenden und Lehrenden?
- Und: Wie können Comics sinnvoll in den (Geschichts-)Unterricht integriert werden?
Gefragt für den Schwerpunkt sind kritisch-reflexive Argumentationen, aufschlussreiche Fallstudien und erkenntnisorientierte, kontextualisierende Beiträge, die in Ausrichtung und Formulierung den wissenschaftlichen Kriterien des Journals entsprechen.
Redaktionsschluss: 15.08.2013
Erscheinungsdatum: 21.09.2013
|
|
|
Call 4/2013
Call for Papers 4/2013: Medialer Habitus
Die breite soziale Verwendung und Nutzung von Medien in unserer Wissens- und Informationsgesellschaft hat seit der dritten industriellen Revolution auch zu tiefgreifenden Änderungen in den Verhaltensweisen und Erfahrungsräumen der Menschen geführt. Angelehnt an die Bildungssoziologie Pierre Bourdieus, der mit dem Begriff des (individuellen und kollektiven) Habitus derartige gesellschaftliche Transformationen praxeologisch zu fassen suchte, diskutieren Medienpädagogen seit geraumer Zeit den Wandel von Mediennutzung und Medienkompetenz rund um den Begriff des medialen Habitus. [..
mehr
|

Quelle: Picture of the CIP-Pool at the School of Economics and Business Engineering at the Universität Karlsruhe (TH), Wikimedia Commons
|
Denn Zeitungen, Filme, Bilder, Fernsehen oder Fotografie spielen eine eminente Rolle in der Konstitution von gesellschaftlicher Wahrnehmung und erfordern auch spezifische Praxisformen. Dabei überkreuzen sich die traditionellen Bestände der Sozial- und Medienwissenschaften schon auf begrifflicher Ebene und werfen so eine ganze Reihe relevanter medienpädagogischer Fragen in Theorie und Praxis auf, denen die Ausgabe 4/2013 der MEDIENIMPULSE gewidmet ist:
- Wie haben sich die Verhaltensweisen und d. h. Habitusformen der Menschen durch Medien unterschiedlichster Art geändert und ändern sich noch? Und welche Auswirkungen haben diese Änderungen auf die konkrete Unterrichtspraxis von Lernenden und Lehrenden? Welche Rolle spielt also der Mediale Habitus in den sozialen Feldern des Unterrichts?
- Welche Rolle spielen Medien bei Veränderungen des sozialen Raums im Bereich der Familie oder der Schule? Und welche Auswirkungen haben umgekehrt etwa Patchworkfamilien auf den Habitus bzw. den medialen Habitus?
- Wie lassen sich Medienkompetenz und Mediennutzung anhand des Konzepts des medialen Habitus erläutern bzw. neuartig diskutieren? Wie verschiebt sich etwa die Kompetenz zur Verwendung technischer Medien durch die ungleiche Verteilung von Kapitalsorten im sozialen Raum?
- Inwiefern ist der individuelle und kollektive Habitus selbst als Medium von gesellschaftlichen Voraussetzungen zu fassen? Und wie wirken sich soziale Unterschiede auf die Konstitution des medialen Habitus aus?
Derartige Fragen stellen die Herausgeber zur Diskussion und laden daher zur Einreichung von Beiträgen ein, die sich auf theoretischer oder praktischer Ebene dem medienpädagogischen Thema Medialer Habitus widmen.
Redaktionsschluss: 15.11.2012
Erscheinungsdatum: 21.12.2012
|
|
|