Schwerpunkt

4/2015 - Medienbildung im Kontext der "PädagogInnenbildung NEU"/Teil 2

"Der Gesetzgeber hat die Medienpädagogik nicht auf ein Podest gehoben."

AutorInnen: Christian Swertz / Christian Berger

Christian Swertz und Christian Berger führten im Dezember 2015 ein Interview mit Univ. Prof. Mag. Dr. habil. Andreas Schnider, dem Vorsitzenden des Qualitätssicherungsrats zur Verankerung der Medienpädagogik in den Curricula der PädagogInnenbildung Neu.

Univ. Prof. Mag. Dr. habil. Andreas Schnider, Jahrgang 1953, hat katholische Theologie in Graz studiert und 1985 an der Karl-Franzens-Universität promoviert. 1996 wurde seine Arbeit "Vom Dialog zum Polylog am Beispiel der Jugendzeitung PUNKT" von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien als Habilitationsschrift angenommen. Schnider erhielt die Venia Legendi für Religionspädagogik und Katechetik. 1989 bis 2001 war er Abteilungsleiter des Religionspädagogischen Institut der Diözese Graz-Seckau, 2001–2006 Landesgeschäftsführer der ÖVP Steiermark und 2002 bis 2010 für die ÖVP Mitglied des Bundesrates. Seit 1989 betreibt er den Manumedia Schnider Verlag und seit 2005/2006 ein Consulting- und Coachingunternehmen mit der Firmenbezeichnung "dr. schnider’s eu".

Schnider war von 2011 bis 2013 Vorsitzender des Entwicklungsrates für die PädagogInnenbildung Neu und wurde im Juli 2013 als Vorsitzender des Qualitätssicherungsrates (www.qsr.or.at) für PädagogInnenbildung bestellt. Der Qualitätssicherungsrat (QSR) wurde 2013 vom Parlament durch einer Änderung des Hochschul-Qualitätssicherungsgesetzes beschlossen (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20007384) und wird mit je drei Personen vom Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) und vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) besetzt.

Der Qualitätssicherungsrat hat nach §30a des Gesetzes die Entwicklung der PädagogInnenbildung zu beobachten, die MinisterInnen und die Bildungseinrichtungen zu beraten, die Studienangebote zu prüfen, Stellungnahmen im Rahmen der Curriculabegutachtungsverfahren zu verfassen und dem Nationalrat jährlich einen Bericht vorzulegen. Die Stellungnahme hat sich an den Rahmenvorgaben für die Begutachtung der Curricula zu orientieren, die das Parlament als Anlage zum Gesetz beschlossen hat.

In der Anlage zum Gesetz sind für die Sekundarstufe im Bachelor vorgesehen: "40 bis 50 ECTS-Credits für allgemeine bildungswissenschaftliche Grundlagen, pro Studienfach 95 bis 100 ECTS-Credits für studienfachbezogene Fachdidaktik und Fachwissenschaften bzw. 190 bis 200 ECTS-Credits für mehr als zwei sich gegenseitig inhaltlich überschneidende Fächer (kohärentes Fächerbündel), oder statt 2. Studienfach Spezialisierungen im Umfang von 95 bis 100 ECTS Credits (z. B. Inklusive Pädagogik, Sonder- und Heilpädagogik, Sozialpädagogik, Berufsorientierung, Mehrsprachigkeit, Medienpädagogik usw.)".

In der Anlage zum Gesetz wird Medienpädagogik also ausdrücklich genannt. Das ist für den Bachelor im Bereich der Primarstufe, für den ebenfalls eine Schwerpunktsetzung vorgesehen ist, nicht der Fall. Für Masterstudien sind keine Schwerpunkte vorgesehen. Dafür sind in den Bachelorprogrammen jeweils 40 bis 50 ECTS für allgemeine bildungswissenschaftliche Grundlagen vorgesehen, in denen nach den Vorschlägen des Entwicklungsrates von 2011, ebenfalls medienpädagogische Anteile vorgesehen werden können.

Wir haben vor diesem Hintergrund mit Prof. Dr. Schnider über seine Einschätzung des medienpädagogischen Angebots in den bereits vom Qualitätssicherungsrat bestellungnahmten Curricula gesprochen. Das Interview wird im Folgenden nur leicht überarbeitet wiedergegeben. Wir haben für die Schriftform die in Österreich vorgeschriebene Genderschreibweise verwendet. Im Gespräch wurden beide Geschlechter genannt.

CB: Herzlich willkommen, Dr. Schnider. Wir sind heute ins Gespräch gekommen, weil wir uns für Ihre Funktion als Vorsitzender des Qualitätssicherungsrates interessieren. Was machen Sie sonst noch? Wer ist Dr. Andreas Schnider?

AS: In meinem Leben habe ich es immer so gehalten, dass ich nach neuen Aufgaben ausschaue. Und sobald eine Aufgabe die Phase des Pionierdaseins verlassen hat, mache ich mich zu neuen Ufern auf. Meine Sache ist es nicht, irgendetwas in der gleichen Art und Weise über Jahre zu verwalten. Ich bin eher dort, wo es eine spannende Aufgabe gibt. Ähnlich war es und ist es bei der "LehrerInnenbildung NEU" und im Jahr 2000, als mich Frau Waltraud Klasnic gefragt hat, ob ich Landesgeschäftsführer der ÖVP Steiermark werden möchte.

CB: Auf der Universität sind Sie auch tätig?

AS: Ich habe mich in Wien an der theologischen Fakultät im Jahr 1996 habilitiert und mache dort ab und zu auch das Eine oder Andere. Aber meine hauptsächliche Tätigkeit ist an der Pädagogischen Hochschule in Wien. Ich war vorher an der KPH in Graz. Dazwischen war mein politisches Engagement als Landesgeschäftsführer, das fast 10 Jahre gedauert hat. Parallel dazu war ich Mitglied im Bundesrat und in der PädagogInnenbildung Neu aktiv.

Was sich als sehr gut erwiesen hat in Richtung Gesetzwerdung ist, dass ich 2 Ps in mir vereinen konnte, auf der einen Seite die Pädagogik, auf der anderen Seite die Politik. Denn ein Gesetz kannst Du nicht nur mit Sachlogiken lösen, da musst Du ein gewisses politisches Gespür haben.

CS: Ist Facebook relevant für Ihre Öffentlichkeitsarbeit?

AS: Facebook betreibe ich stärker als Kommunikationsmittel mit Freunden. Es ist für mich weniger ein Mittel der Selbstdarstellung und der Selbstbewerbung.

CS: Das Internet ist nicht Ihr privates Lieblingsmedium?

AS: Für mich ist das Internet insofern wichtig, da ich ja selber einen Verlag habe, und das Zweite ist, dass das Internet wichtig ist für meine Recherchearbeiten.

CS: Ist das Internet für die Lehre interessant?

AS: Ja, dafür ist es gut geeignet, auf der einen Seite um zu recherchieren, auf der anderen Seite, um unterschiedliche Plattformen zu benützen. Ich sehe es so, dass das Internet ein Mittel ist, wo sich die eine oder der andere bewusst in eine Lernplattform begeben und miteinander an Themen arbeiten.

CB: Jetzt sind sie Vater von drei Kindern. Was erwarten Sie da von der Schule im Hinblick auf Medien?

AS: Ich glaube, dass vor allem eine Aufgabe wichtig ist: Das ist der Umgang mit den Medien. Das heißt, dass die Schule offen ist, alle Medien in den Schulalltag mit hereinzunehmen. Meine Kinder, sie studieren ja schon alle drei, haben sich zumindest teilweise mit dem ganzen Umfeld der Medien und der Technik besser ausgekannt, als ihre LehrerInnen. Ich verlange jetzt deswegen nicht, dass alle LehrerInnen ausgebildet werden müssen, dass sie mit der Hardware umgehen können. Aber sehr wohl verlange ich, dass man prinzipiell so etwas wie Medienpädagogik auch als LehrerIn mitbekommt.

Es war uns auch ein wesentliches Anliegen zu schauen, ob es wenigstens ein paar Pädagogische Hochschulen gibt, die sich dem medienpädagogischen Schwerpunkt widmen. Denn im neuen Gesetz ist ja die Möglichkeit gegeben, auch hier Schwerpunkte zu setzen. Und da muss ich schon sagen, das wurde in Österreich an den Pädagogischen Hochschulen sehr unterschiedlich gesehen und auch unterschiedlich festgeschrieben in den Curricula.

CS: Das ist eine wunderbare Überleitung zu den Aufgaben eines Qualitätssicherungsrates.

CB: Was ist der Qualitätssicherungsrat und was macht er?

AS: Der Qualitätssicherungsrat wurde im Rahmen der Gesetzwerdung des neuen PädagogInnenbildungsgesetzes beschlossen. Die PädagogInnenbildung ist ja nicht ganz das geworden, was wir uns in der Entwicklungsphase vorgestellt haben. Die gesamte Elementarpädagogik ist ausgeklammert worden. Das wurde politisch nicht geschafft, und ich muss auch sagen, ich sehe auch jetzt im neuen Reformpapier der Regierung wenig bis nichts davon. Das vielleicht dazu.

Der Qualitätssicherungsrat ist im Gesetz festgeschrieben. Er hat vier Aufgaben. Die erste Aufgabe ist, dass er die Institutionen und die Ministerien berät und hilft, das Gesetz zu implementieren. Denn viele Gesetze scheitern, weil es keine Begleitmaßnahmen gibt. Und dann werden manchmal halt österreichische Kompromisse gesucht, und das wollte man hier nicht.

Die zweite Aufgabe ist es, die Curricula anzuschauen; ob sie gesetzeskonform sind und die inhaltlichen Dimensionen der 4 Säulen, die man für die PädagogInnenbildung sieht, abdecken. Das sind die Fachwissenschaften und die Künste, die Berufsbildung, die Fachdidaktik, die Bildungswissenschaften und die pädagogisch praktischen Studien.

Die dritte Aufgabe sind Stellungnahmen zu den Curricula. Da haben wir unser eigenes Verfahren entwickelt, das in engem Kontakt mit externen ausländischen GutachterInnen, mit den StakeholderInnen im Land und mit den Institutionen vor Ort durchgeführt wird. Wichtig ist dabei eine Wissenschaftlichkeit, die ganz eng mit der Professionsorientierung zusammenhängt.

Und als letzte Aufgabe geht es auch darum, wie man in Zukunft bestimmte Qualitätskriterien nicht nur einfach von außen anschauen, sondern sie wirklich innen in den Institutionen implementieren kann. Deshalb sage ich als Vorsitzender, dass der Qualitätssicherungsrat in unseren Augen, auch wenn es im Gesetz trotz unseres Vorschlages nicht so gemacht wurde, eigentlich eine temporäre Geschichte ist. Wenn die Aufgaben, die jetzt ein Stück weit von außen begleitet werden, von den Einrichtungen selber übernommen werden, dann hat sich so ein Gremium erübrigt.

CB: Gibt es einen Unterschied in der Funktion des Qualitätssicherungsrates für Pädagogische Hochschulen und Universitäten?

AS: Die Universitäten können ohne positive Stellungnahme des Qualitätssicherungsrates ihr Curriculum anbieten, nur werden die Studierenden dann Probleme mit der Anstellung haben. Solange es einen Bedarf gibt, wird man wahrscheinlich anstellen. Aber wenn der Bedarf gedeckt ist, dann wird es darum gehen, ob man ein Gütesiegel hat. Daher halten sich die Universitäten auch alle an das Verfahren. Und ich muss ehrlich sagen, auch die Universitäten, um das klar auf den Punkt zu bringen, sind unglaublich entwicklungsbereit, gerade was die LehrerInnenbildung betrifft.

Ich staune selber, wenn ich mir denke, was noch vor fünf Jahren debattiert worden ist. Da habe ich schon den Eindruck, dass Schritt für Schritt was weitergeht. Was die Curriculabestellungnahmung betrifft, sind jedenfalls alle gleich zu behandeln. Der einzige Unterschied ist das Personal. Der QSR hat gesetzlich nur die Möglichkeit, das Personal der Pädagogischen Hochschulen anzuschauen, nicht das Personal der Universitäten. Aber nicht deshalb, weil sie jetzt so viel besser oder schlechter sind, sondern weil die Universitäten ja schon extern evaluiert werden und die Pädagogischen Hochschulen nicht.

CB: Wie schaut es denn aus mit den Curricula?

AS: Die Primarstufencurricula sind bis auf ein Masterprogramm fertig. Alle Standorte bieten auch weiterhin Primarstufenausbildungen an.

Für die Sekundarstufe ist Österreich im Rahmen der Gesetzwerdung faktisch auf vier Regionen aufgeteilt, in die Region West, das ist Tirol und Vorarlberg, die Region Mitte, Salzburg und Vorarlberg, die Region Nord-Ost mit Niederösterreich und Wien und die Region Südost mit Kärnten, Steiermark und dem Burgenland. Die Region Südost ist fertig und hat auch jetzt schon als erster Verbund der Sekundarstufe das Verbundprogramm begonnen. Man muss dazu sagen, dass bei den Kärntnern, Steirern und Burgenländern schon früher die Lehramtsstudien teilweise gemeinsam angeboten wurden und die Rektorate auf Kooperation Wert gelegt haben.

Der Verbund West (Tirol und Vorarlberg) hat ein gemeinsames Curriculum entwickelt. Aber es gab da einige Rechtsunklarheiten, so dass das noch nicht als gemeinsames Programm gestartet ist. Aber die Inhalte sind zum größten Teil gemeinsam entwickelt worden. Und man möchte den Studierenden ermöglichen, übersteigen zu können, wenn es nächstes Jahr zum gemeinsamen Programm kommt.

Im Verbund Mitte ist die Salzburger Universität schon früher als die Anderen auf Bologna umgestiegen und hat schon vor der PädagogInnenbildungsgesetzwerdung ihr Curriculum eingereicht. Deswegen entspricht das Curriculum da und dort noch nicht den derzeit geltenden gesetzlichen Anforderungen. Daher haben wir nur eine vorläufige Stellungnahme abgegeben. Derzeit wird zwischen Linz und Salzburg etwas Gemeinsames entwickelt, was nicht ganz friktionsfrei ist. Aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels, und dass es dort nächstes Jahr zu einem Start kommt.

Die Wiener Universität hat vor zwei Jahren als Alleinanbieter eingereicht. Das ist auch beschlossen. Die sind jetzt aber auch auf dem Weg in eine Kooperation. Dass das so wie in allen Verbünden nicht ganz reibungslos und ganz einfach ist und Institutionen, die sich jahrzehntelang eher auseinandergelebt haben, Zeit für etwas Gemeinsames brauchen, ist klar. Wenn es gut geht, werden die nächstes Jahr ein gemeinsames Curriculum anbieten.

Das heißt, auf ihre konkrete Frage: Ich glaube, dass bei gutem Willen, und als Segler sage ich: bei gutem Wind, auch wenn man manchmal aufkreuzen muss, am 1. Oktober 2016 in allen Verbünden Verbundprogramme angeboten werden können.

Für die Berufsbildung wurde jetzt von allen eingereicht. Das werden wir im April, Mai nächsten Jahres auch gut über die Bühne gebracht haben.

CB: Für berufsbildende Schulen ist es nicht erforderlich, mit dem Master abzuschließen, um unterrichten zu dürfen?

AS: Ja, da haben Sie Recht. Das ist sehr ärgerlich, weil der Pflichtmaster im PädagogInnengesetz drinnen steht, mit der einzigen Ausnahme der Fachpraktika. Aber das hat man im Dienstrecht ein wenig ausgehebelt. Im Dienstrecht steht, dass für die berufsbildenden LehrerInnen 60 Credits zusätzliches oder ergänzendes Studium vorgesehen sind. Das hat man jetzt per Verordnung faktisch außer Kraft gesetzt. Das Ministerium für Bildung hat gesagt, das verlangen wir nicht mehr. Ich und auch der QSR sind darüber nicht erfreut, weil es ein Stück der PädagogInnenbildung – die gleiche Wertigkeit und die gleiche Ausbildung − zerstört. Wir sind immer davon ausgegangen, dass 150 bis 180 Credits vom BA für beruffachliches Grundwissen angerechnet werden können. Dann bleiben noch 60 Credits für den BA und 60 für das MA-Programm, macht 120. So, wie es jetzt ausschaut, wird man weniger anrechnen, was innerhalb Europas in Bezug auf die Überlegungen zum EQR (Europäischer Qualitätsrahmen) und NQR (nationaler Qualitätsrahmen) nicht gut ist. Das hält einer internationalen Vergleichbarkeit nicht stand. Aber da müssen die handelnden Personen wissen, was sie hier getan haben. Ich möchte sehr wohl auch über Medien darauf aufmerksam machen, dass ich denke, dass das eine nicht ganz ideale Lösung gewesen ist für das, was man ursprünglich wollte, nämlich Primarstufe, Sekundarstufe und Allgemeinbildung, Sekundarstufe und Berufsbildung gleichwertig zu behandeln.

Eine klare gemeinsame einheitliche LehrerInnenbildung mit innerer Differenzierung nach unterschiedlichen Zielgruppen und pädagogischen Feldern und Anerkennung von beruflicher Ausbildung plus Tätigsein in der Lehrlingsausbildung oder am WIFI − das wäre Österreich gut angestanden. Ich hoffe, dass die Pädagogischen Hochschulen, die das durchführen, trotzdem hohe Anrechnungen vornehmen.

CS: Das wäre ja fast eine ähnliche Thematik, wie sich das für die Medienfrage ergeben könnte. Sie haben eingangs gesagt, dass Ihnen an einem reflektierten Umgang mit Medien seitens der LehrerInnen durchaus gelegen ist. Das ist auch in der Stellungnahme von 2011 deutlich gewesen. Bei der Durchsicht der Curricula, die jetzt schon in großem Umfang beschlossen worden sind, ist allerdings wenig davon zu finden. Medienpädagogik, Medienkompetenz, Medienvermittlung oder Mediendidaktik kommen nur am Rande vor. Wie würden Sie diese Entwicklung einschätzen?

AS: Na, ja, das sehe ich nicht ganz so wie Sie. Ich habe mir da eine interessante Zusammenstellung gemacht, was die Primarstufe betrifft. Es gibt manche Pädagogische Hochschule, die die Medienpädagogik als Querschnittsmaterie mithereingenommen hat. Das zieht sich wirklich durch. Auch im Verbund Nordost gibt es die eine oder andere Pädagogische Hochschule, die das sehr stark als Querschnittsmaterie hat. Oder sogar Pflichtmodule vorsehen, wie z. B. Kunst und Medien. Es gibt andere, die als Pflichtprogramm Medienpädagogik als Bildungsbereich im Umfang von drei Credits mit hereinnehmen. Manche haben sogar ganze Schwerpunkte entwickelt. Sie wissen ja, dass in der neuen Architektur der Primarstufe vorgesehen ist, dass das BA-Paket nicht mehr nur 180, sondern 240 hat und 60 Credits als Schwerpunkt für Medienpädagogik möglich sind. Und da gibt es Hochschulen, die haben zumindest 30 Credits als Schwerpunkt, manche sogar in Richtung 60 Credits für medienpädagogische Pakete entwickelt. Aber das ist unterschiedlich. Auch im Nordosten, wo wir uns jetzt hier befinden, ist es zwischen den Pädagogischen Hochschulen recht unterschiedlich. Manche Pädagogischen Hochschulen haben nicht so viel.

Auch die Privaten sind hier mit zu sehen, die noch ein bisserl weniger haben. Aber es gibt manche, die haben wirklich unglaublich viel drauf, und wenn man jetzt von Verbund zu Verbund schaut, gibt es schon auf alle Fälle eine Pädagogische Hochschule, die eine größere Kompetenz und ein größeres Engagement an den Tag legt.

CS: Was wahrscheinlich auch auf Entwicklungen, die es vorher schon gegeben hat, zurückreicht, weil da dann entsprechende Ressourcen vorhanden sind.

AS: Richtig, genau. Ich möchte aber an der Stelle betonen, dass wir ein Curriculum als Medium des Diskurses sehen. Das heißt, die Aufgabe wäre, dass man wirklich Jahr für Jahr auch eine innere Qualitätssicherung dadurch forciert, indem man dieses Curriculum als Medium des Diskurses unter den Lehrenden und Anbietenden versteht, und es weiterentwickelt.

Gerade was die Medienpädagogik betrifft, finde ich die Frage ja sehr wichtig. Wenn das nicht auch in der Ausbildung der LehrerInnen ein Anliegen ist, weiß ich nicht, wie die mit den SchülerInnen, die zumindest mit der Hardware und im Prinzip auch mit der Software besser umgehen können als die LehrerInnen, konkret umgehen sollen. Ich habe meine Position zu bestimmten Medien. Auch das Internet ist ja nur ein Medium. Aber ich finde, das Finden einer Position muss jedem ermöglicht werden. Wenn Sie fragen: "Welchen Umgang soll ein Lehrer vermitteln?", dann meine ich, dass es darum gehen muss, eine Position zu und einen Umgang mit den Medien zu finden. Wie einer z. B. Facebook nützt, ist seine Sache. Aber er muss es im Prinzip argumentativ untermauern können. Und damit LehrerInnen das vermitteln können, muss ich sehr wohl diesen Bereich mit hereinnehmen. Und viele oder einige Hochschulen weisen in der Primarstufe 3 bis 4 Credits als Bildungsbereich aus. Andere setzen es halt nur als Schwerpunkt. Der Nachteil des Schwerpunktes ist, das kann ich auswählen oder nicht.

Also, mir ist es lieber, dass man es innerhalb eines Bildungsbereiches mit hereinnimmt. Aber wenn man es ganz ausklammert, ist natürlich schon die Frage, ob es dann nur einigen Interessierten begegnet und den anderen nicht. Auch wenn es sich z. B. als Querschnittsmaterie durch alle Bildungsbereiche zieht, halte ich das für einen interessanten Zugang. Das heißt, wir haben 3 Zugänge: Querschnittsmaterie, dann als Bildungsbereich extra ausgewiesen und als Drittes die Schwerpunktentwicklung. Und manche haben halt alle drei Dimensionen nicht so stark ausgeprägt.

CB: Wann ist es für Sie eine Querschnittsmaterie?

AS: Wenn man in allen Bildungsbereichen, im Lesen oder Schreiben, in den kreativen Bereichen, im Sachunterricht, im Kreativen, im mathematischen Bereich und im sprachlichen Bereich Medien nicht nur verwendet, sondern auch reflektiert. Medienpädagogik ist für mich nicht nur: ich setze ein Medium ein und habe einen Beamer oder einen Computer. Medienpädagogik ist für mich die Reflexion des Umgangs, die Reflexion der Medien, die ich da und dort einsetze.

CS: Wie ist das mit dem AHS-Bereich und bei den Universitäten? Sind da Medien entsprechend zu finden oder gilt das vor allem für den Primarstufenbereich?

AS: Dort, wo die Stellungnahmen abgeschlossen sind, kann man sich das konkret anschauen. Bei allen anderen muss man dem noch eine Entwicklungsmöglichkeit geben. Und wir haben bis jetzt festgestellt, dass die Medienpädagogik im Südosten stark in der Bildungswissenschaft vorkommt. Und da die das verknüpft sehen − die sehen ja nicht die Primastufe hier und die Sekundarstufe dort – kommt auch für die Sekundarstufe vor. In der Sekundarstufe ist das nach Fächern geordnet. In den Säulen gibt es ja zwei Fächer oder ein Fach und einen Schwerpunkt, und man kann schauen: kommt das jetzt in einem Schwerpunkt vor oder nicht. Im Südosten wurde etwas entwickelt und kommt also vor. Bei den anderen kann ich das jetzt weniger sagen, weil noch nichts vorliegt.

Sie sprechen natürlich schon einen wunden Punkt an. Bei den Universitätscurricula habe ich den Eindruck, dass dort, wo die Pädagogischen Hochschulen stärker mitwirken, diese Bereiche ein Stück stärker betont werden und nicht nur so in die Ecke "Methoden und Medien" geschoben werden. Es wird dann mehr wissenschaftliche Reflexion verlangt.

CS: Wenn Universitäten ins Spiel kommen, ist es ein kompetitives Geschäft, weil viele Interessen damit verbunden sind, und es immer um die Frage geht, wie es gelingt, etwas durchzusetzen, und das wieder von den Konstellationen in den Gremien abhängt.

AS: Und es ist die Frage, ob es Lehrstühle gibt. Bei der Universität ist es schon immer so: Wenn es nicht wenigstens ein Institut oder einen Professor gibt, kommt es eigentlich nicht vor. Bei den Pädagogischen Hochschulen ist es so, dass bestimmte Bereiche vom Dienstrecht vorgegeben sind. Und da ist natürlich ein Umgang mit Medien gefordert.

CB: Das steht aber nirgends in den Anstellungsverträgen drinnen, dass man da Grundkenntnisse mitbringen muss.

AS: Ja, aber es ist schon so, dass medienpädagogische Bereiche bei den Grundkenntnissen dort, wo auch die ganzen anderen Bereiche wie die Sexualpädagogik sind, angesprochen werden. Aber die Problematik ist: Wird das überprüft − oder nicht? Wir haben bei den Curricula schon versucht, das anzuschauen. Dabei rede ich jetzt vor allem von der Primarstufe. Wir haben in unserem jährlichen Bericht, der ja auch zu unseren Aufgaben gehört, heuer vor allem die Primarstufe angeschaut, weil da auch einiges fertig geworden ist.

CS: In dieser Hinsicht könnte man fast vermuten, dass der Qualitätssicherungsrat aus lauter MedienpädagogInnen besteht, weil Sie ja in ihren Stellungnahmen die Curricula als Medien der Verständigung bezeichnen und insofern viel mit Medien zu tun haben.

AS: Ja, da haben Sie recht. So habe ich das noch gar nicht betrachtet. Wenn man ein Curriculum als Medium des Diskurses sieht, dann muss man sich auch von der Begrifflichkeit fragen: Was ist ein Medium, was ist ein Medium des Diskurses, und da fängt im Prinzip Medienpädagogik nicht nur an, sondern ist sicher ein Herzstück des Gesamten, von dem wir hier reden.

CB: Da ist jetzt für mich die Frage: Wenn man das als Querschnittsmaterie sieht, ob sich das in Lehrveranstaltungen auch tatsächlich umschlägt. Querschnittsmaterien können nur umschlagen, wenn auch eine Qualifizierung des Lehrpersonals da ist. Das ist derzeit nach ersten Untersuchungen nicht unbedingt der Fall, dass das Lehrpersonal qualitative Medienkompetenz hat. Wie können dann medienpädagogische Fragen als Querschnittsmaterie aufgenommen werden? Muss man da Personalentwicklung fordern?

AS: Da ist ja in der letzten Zeit schon einiges passiert. Ich glaube, dass die Häuser, in denen ausgebildet wird, Medienkompetenz auch leben müssen. Es reicht nicht aus, dass in jedem Lehrraum ein Beamer aufgehängt und ein Computer hingestellt wird und jeder damit umgehen kann.

CB: Aber da stehen wir im Moment.

AS: Ja, das meine ich mit einem Schritt, der schon weiter ist, als vor fünf oder zehn Jahren. Ich kann mich erinnern, als ich mir vor über zwanzig Jahren meinen ersten Beamer gekauft habe. Da haben mich die Leute angeschaut wie ein Weltwunder. Als ich mich damals für eine Stelle an einer Universität beworben habe und für meinen Vortrag als einziger einen Beamer aufgestellt habe, waren das ProfessorInnenkollegium und die Studierenden fassungslos und erst einmal beschäftigt mit dem Beamer. Die haben gar nicht gehört, was ich gesagt habe. Da sind wir weit weg.

CB: Das ist heute schon auch noch so. Nach unseren Umfragen gibt es drei bis vier Hochschulbereiche, wo tatsächlich Medienpädagogik stärker verankert ist und eine universitäre Kultur dazu entwickelt wird. Bei den restlichen Bereichen ist nichts zu hören und zu sehen.

Sie haben gerade gesagt, Sie wollen eine permanente Entwicklung der Curricula. Die Erfahrung als gelernter Österreicher zeigt mir, dass hier Entwicklungen kaum so schnell stattfinden oder überhaupt großartige Veränderungen gemacht werden. Das, was meistens gemacht wird, sind kleine Ergänzungen. Der Schritt in die LehrerInnenbildung gab die Hoffnung, dass es tatsächlich zu größeren Änderungen kommt. Da ist unsere Analyse aus Sicht der Medienpädagogik: Da ist nicht sehr viel passiert. Nur an ein paar Standorten, wo es engagierte Leute gibt, wurde etwas entwickelt. Aber systematisch ist nicht drauf geschaut worden, dass im Bereich der Medienpädagogik eine Entwicklung auch nur angepflanzt wurde.

AS: Sie haben es ganz richtig auf den Punkt gebracht. Das ist an den Universitäten und den Pädagogischen Hochschulen ähnlich. Wenn man dort keine Personen hat und auch bewusst keine Personen beruft − es gibt ja Universitäten, die bewusst solche nicht berufen, da können Sie ja mehr dazu sagen, wie das jetzt auf Universitäten abläuft −, wenn ich also keine Fachleute berufe, dann passiert natürlich wenig. Wir sehen das bei anderen Themen auch, z. B. bei der inklusiven Pädagogik. Das wird in den Curricula unterschiedlich wahrgenommen und hängt auch wieder davon ab, welche Personen dort sind und sich innerhalb der inklusiven Pädagogik als Fachmann oder Fachfrau verstehen. Und bei der Medienpädagogik ist es ähnlich.

Man muss natürlich sagen: Wir haben als außenstehender Qualitätssicherungsrat nur die Möglichkeit, jetzt das Verbalisierte wahrzunehmen und zu analysieren, so wie ich es jetzt in manchen kleinen Skizzen gemacht habe. Und zu schauen, welches Personal gibt es dort. Wenn es aber quasi darum geht, Personal erst aufzubauen, und wir reden ja jetzt vor allem über die Primarstufe, haben wir Defizite für die ganze Primarstufendidaktik. Das heißt nicht, das wir nicht auch gute KollegInnen an den PHs haben. Aber es gibt im ganzen deutschsprachigen Raum kaum Doktorandenkollegs oder Habilitationskollegs, wo die Leute sich in diesen Bereichen wissenschaftlich vertiefen können. Also haben wir viel stärker Personal aus der Bildungswissenschaft oder Erziehungswissenschaft, und die sind doktoriert, aber nur in ihren Steckenpferden doktoriert, und nicht strategisch eingesetzt, so dass man sagt: ich möchte jemanden haben, der in der Didaktik des Lesens und Schreibens wissenschaftlich vertieft ist, oder im mathematischen oder naturwissenschaftlichen Bereich. Das gleiche Problem haben wir bei der Medienpädagogik. In den PHs stehen die Personen, die KennerInnen wären, teilweise am Rande, und haben dadurch nicht so einen Einfluss auf Studienkommissionen, Rektorate und Institutsleitungen. Dadurch kommen sie weniger vor. Das ist bei den Universitäten nicht unähnlich. Wenn ich keinen Zugang zu den Töpfen habe, bekomme ich auch nichts. Bei anderen Pädagogischen Hochschulen war es immer schon ein Stück gängig, dass Leute dabei sind, und sichtlich auch die Leute sind, die ein Stück das Sagen haben, die in der Medienpädagogik beheimatet sind. Und da habe ich den Eindruck, das ist der Stand, an dem wir jetzt sind, dass wenigstens die, die prägend mitwirken an den prägenden, leitenden Funktionen, und in der Medienpädagogik beheimatet sind, sich wenigstens dort einbringen können. Wir müssen schauen, dass wir auch an den Pädagogischen Hochschulen, wo das nicht der Fall ist, auch diese Personen ein Stück mehr in die Mitte rücken.

Man muss aber dazu sagen: Wir können nicht über die eierlegende Wollmilchsau als LehrerIn reden, weil nicht alle alles kennen können. Gerade in der Primarstufe haben wir uns entschieden, dass wir GeneralistInnen ausbilden. Ich stehe auch dazu. Aber auch da werden wir im nächsten Schritt überlegen müssen: Gibt es nicht in manchen Bereichen auch in der Primarstufe so etwas wie Spezialisten? Wir reden vom kreativen Bereich und vom Sport- und Bewegungsbereich und so weiter.

Das muss man natürlich ein wenig behutsam angehen, weil wenn ich als Vorsitzender des Qualitätssicherungsrats sage, die Medienpädagogik muss jetzt noch so viel mehr hereinkommen, werden andere sagen, jetzt hat er das letzte Mal erklärt, bei der Mathematik sind ihm 16 Credits zu wenig, es müssen wenigstens 18 sein im Curriculum − was ein Beispiel ist −, oder auch bei Lesen und Schreiben, und jetzt sagt er: da soll jetzt die Medienpädagogik auch noch mit 12 hinein. Das geht sich nicht aus. Es muss dazu kommen, dass die Bewegung in der Institution für dieses Thema stärker wird und zum Tragen kommt.

CB: Danke für den Einblick in die praktischen Abwicklungen. Aber es geht ja nicht um individuelle Einzelpositionen, sondern der Qualitätssicherungsrat hat ja genau die Aufgabe, systemisch darauf zu schauen, dass die Mängel sich nicht ausweiten. Es muss ja gewährleistet sein, dass jemand, der in Salzburg zu studieren beginnt, in Wien weitermachen kann oder in Kärnten. Das ist ja bis jetzt auch noch nicht ganz sicher. Aber gerade in Bezug auf Medienpädagogik, wo das 2011 noch sehr stark verankert war, zeigt sich jetzt, dass bei den Curricula eher sehr zaghaft darauf bestanden wurde, das auch wirklich einzubauen. Das Defizit, dass es an manchen Hochschulen gibt, ist schon etwas, wo man annehmen konnte, dass der Qualitätssicherungsrat darauf schaut und sagt: Da habt ihr noch ein bisschen zu wenig gemacht.

AS: Das stimmt. Nur muss man dazu sagen: Wir können einem Curriculum kein no go geben, wenn es im Grunde den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Und wenn der Gesetzgeber, der ja meistens zugleich der Anstellende ist, die Medienpädagogik noch nicht auf so ein Podest gehoben hat, dass wir sie so stark einmahnen können, können wir da wenig machen.

Es gibt ja auch anderes, wenn man jetzt an ein anderes wichtiges Thema in unserer Gesellschaft denkt. Das sage ich jetzt als Theologe. Da habe ich ja auch an manchen Pädagogischen Hochschulen nur mit einer gewissen Kraftanstrengung durchgebracht, dass in der Verordnung schon der damaligen Bundesministerin steht, dass interreligiöse Kompetenzen mit zu bedenken sind. Und das meine ich jetzt nicht konfessionell gebunden, also kirchlichen oder religionsgemeinschaftlichen Unterricht, sondern ich meine die wissenschaftliche Reflexion. Wie gehen wir mit solchen Kompetenzen um? Müssten nicht LehrerInnen − und da müssen wir heutzutage nicht nur nach Favoriten schauen – wissen: Wie gehen wir mit der Interkulturalität und der Interreligiosität um? Das ist ja auch ganz unterschiedlich. Ich sehe mich da an den Hochschulen, wo ich tätig sein kann, herausgefordert, so dass ich sage: Da muss ich ein Stück weit darum kämpfen und das durchsetzen, dass das irgendwo vorkommt. Wenn ich das nicht tue, passiert natürlich an einer tertiären Einrichtung wenig. Da muss ich natürlich auf das Personal mehr Wert legen und sagen: Die müssen auch selber kämpfen, innerhalb des Kollegiums, innerhalb einer Institution, für ihre Anliegen.

Aber Sie haben schon recht: Grundlegend schauen wir schon darauf, wie das wahrgenommen wird. Aber wir merken, und da wollen wir ehrlich genug sein, das wird unterschiedlich von Pädagogischer Hochschule zu Pädagogischer Hochschule wahrgenommen, und je nachdem, welches Curriculum man anschaut, findet man Spuren oder nur Spürchen.

CB: Zum Abschluss als Fazit: Wie sehen Sie es insgesamt? Ist das bisher gelungen oder nicht gelungen?

AS: Ich glaube schon, dass gerade was das medienpädagogische Bilden, sage ich jetzt bewusst, betrifft, schon noch mehr drinnen ist. Aber ich würde es nicht über alle Pädagogischen Hochschulen drüberziehen. Bei manchen ist schon vieles drinnen. Genau so, wie ich sagen würde: Auch bei der inklusiven Pädagogik sehe ich auch da und dort einen Nachholbedarf und Vertiefungsbedarf. Da sage ich auch: Österreichweit habe ich den Eindruck, dass manche in unserem Land inklusive Pädagogik nur als Heil- und Sonderpädagogik sehen. Weil die immer noch den Blick auf die Sonderschulen richten. Ich glaube, dass das PädagogInnengesetz sich von sogenannten Schultypen verabschieden will und Zielgruppen nach Altersgruppen sieht. Das ist ja das Neue. Und das zweite: Dass das Gesetz das auch sehr stark fach- und bildungsbereichsspezialisiert sieht. Und da haben wir auch noch einiges neu zu entdecken und zu entwickeln.

CB: Also, die Hoffnung stirbt zuletzt.

AS: Absolut. Und da gibt es noch einen zweiten Spruch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Und das kann ich manchen auch sagen: Wenn sie sagen, sie wollen manche Bereiche verstärken, könnten sie diesem Spruch auch Folge leisten.

CB: Herzlichen Dank für das Gespräch.

CS: Ich darf mich auch bedanken. Wir haben viel gelernt.

AS: Ich danke ganz herzlich für die Einladung.

Das Interview ist in voller Länge (52:46 min.) online nachhörbar unter: http://cba.fro.at/304589

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medienpädagogik, lehrerinnenbildung