Praxis

4/2014 - Steuerung, Kontrolle, Disziplin/Medienpädagogische Perspektiven auf Medien und/der Überwachung

Gedanken und Tipps zur schulischen Weblogarbeit

Vorteile der schulischen Netzarbeit an zwei praktischen Beispielen

AutorIn: Helmut Hostnig

Digitale Netzwerkarbeit, d.h. die Nutzung der Web 2.0 Technologie für schulische Projektarbeit gehört in die Curricula der LehrerInnenausbildung. Der Beitrag will PädagogInnen ermutigen, mit dem Erstellen eines Weblogs die SchülerInnen an der Projektarbeit miteinzubeziehen.

Gedanken und Tipps zur schulischen Weblogarbeit (Helmut Hostnig)

Digitale Netzarbeit mittels eines Blogs wurde durch die Web2.0 -Technologie möglich gemacht. Web2.0 ist der Sammelbegriff für Internetanwendungen mit interaktiven, sozialen Komponenten und Services, die den User aktiv in eine Website einbinden und ihn durch Interaktion mit der Seite auch gestalterisch an der Homepage teilhaben lassen.

Ein kurzer Blick zurück in die Netzkultur 2006 ergibt folgendes Bild: "Die sozialen Netzwerke und interaktiven Plattformen wie Friendster, MySpace, Flickr, Google Earth, BitTorrent und YouTube sind die Vertreter des Web2.0, das auf Services, das Web als Plattform und auf die kollektive Intelligenz der User setzt." Diese Digital Natives verbringen ihre Zeit zunehmend im Internet, wo sie multimedial aufbereitete Informationen aufnehmen, mit ihren Freunden Bilder und Videos austauschen, mit ihnen in Echtzeit chatten oder auch gemeinsam in Blogs schreiben. Die intensive Internetnutzung dieser Zielgruppe wird besonders durch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, StudiVz oder YouTube unterstützt. Nach der Online-Studie 2009 von ARD und ZDF tummelten sich hier bereits 49 Prozent der 19- bis 25-Jährigen. In den schulischen Einrichtungen aber wurden und werden bis heute Web2.0 und andere Kollaborations-Werkzeuge, die in den Unternehmen einen Relaunch der Innovationsstrategien bewirkten und inzwischen ihre Kunden, Mitarbeiter und Partner in einen offenen Innovationsprozess einbeziehen, kaum für pädagogische Vorhaben genutzt.

Christian Berger, zu dessen Arbeitsschwerpunkten auch das Web2.0 zählt, hat mir 2006 den Vorschlag gemacht, die Radioarbeit am Struwwelpeter mit den SchülerInnnen der Hauptschule Loquaiplatz über ein Blog zu dokumentieren. Auch ich hatte zuerst folgende Fragen und Bedenken. Möglicherweise teile ich sie mit vielen PädagogInnen, die die Einrichtung eines Weblogs in Betracht ziehen:

Lohnt dieser Mehraufwand an Zeit, welche die administrative Betreuung eines Weblogs erfordert?

  • Welcher Mehrwert soll/kann aus dem Bloggen entstehen? Ist Bloggen eine sinnvolle Ergänzung zur analogen Vermittlung von Inhalten über die Radioarbeit?
  • Welche Tools sind notwendig, um dieses Medium wirkungsvoll zu nutzen?
  • Wird es von den SchülerInnen als mögliches Instrument von Kommunikation angenommen oder als zusätzliche Deutsch-Hausaufgabe verstanden und abgelehnt werden? Wie können sie für Beiträge motiviert werden bzw. welche Schwierigkeiten werden sich bei der Verschriftung ihrer Erfahrungen aus der Radioarbeit ergeben?
  • Welcher Inhaltsanbieter soll für diese Netzaktivität gewählt werden? Worin unterscheiden sich die Social- network- Portale Facebook, Twitter und Myspace? Welche der drei Web 2.0 Applikationen eignen sich am besten?
  • Wie soll die Benutzerverwaltung aussehen, d.h. welche Benutzerrollen (Administrator, Autor, Redakteur, Mitarbeiter), die bei WordPress als Capabilities bezeichnet werden, sollen wem vergeben werden?
  • Sollen Beiträge von SchülerInnen vom Administrator redigiert oder mit allen Syntax- und Orthografiefehlern frei geschaltet werden?

Kaum online (Februar 2007), waren die Bedenken vor allem hinsichtlich der Beteiligung der SchülerInnen vorübergehend zwar zerstreut, aber zu den noch offenen Fragen gesellten sich neue, die immer virulenter wurden wie zB.:

  • Welche medienrechtlichen Bestimmungen müssen beachtet werden? …
  • Wie kann eine Vernetzung mit anderen LehrerInnen oder Schulen möglich und über die  Kommentarfunktion hinaus Netz-Kommunikation stattfinden oder Feedback erreicht werden?
  • Wie kann mittels dieses digitalen Mediums als einer Facette von Social Media, wie müssen Seite und Beiträge gestaltet werden, um Aufmerksamkeit und größtmögliche Leserbindung nachhaltig zu erzielen?

Linktipp zum Blog der Radiobande Loquaiplatz: http://podcampus.phwien.ac.at/radiobande_loquaiplatz/
Leider führen viele Hyperlinks dieses Blogs ins Leere, da durch Übersiedlung diverser Datenbanken die URLs  nicht mehr stimmen und so etlicher Content verloren ging.

Angestrebte Ziele

  • Verschriften der Erfahrungen beim Radiomachen
  • durch prozessorientiertes Schreiben Schreiblust fördern
  • Förderung der Communitybildung (Vernetzung von Gleichgesinnten durch  Austausch zwischen Lehrer und SchülerInnen bzw. SchülerInnen untereinander, dh. innerhalb des Teams und Feedback von außen)
  • Benützung des Welogs als Lernplattform
  • medienkompetenter Umgang mit Information
  • Dokumenatation von Projektverläufen und -ergebnissen
  • Meinungsbildungsprozess (durch Feedback von außen) in Gang setzen
  • zur Diskussion anregen
  • Selbstreflexion über das eigene Tun
  • Protokollierung der Gedanken und Beobachtungen
  • Ergebnisse von Recherchen und Links zu unterschiedlichen Themen, die beim Radiomachen aufgegriffen werden, veröffentlichen und somit anderen zugänglich machen
  • Vom Consumer zum Prosumer...

Nach Abschluss der zweijährigen Projektarbeit am Struwwelpeter und der Radioarbeit am Standort Loquaiplatz (Hauptschule in Wien/Mariahilf) im integrativen Rahmen der Wiener Radiobande konnte ich eine durchaus positive Zwischenbilanz ziehen:

  • 48 Beiträge erfuhren 43 Kommentare. Das ist ein ziemlich ausgewogenes Verhältnis. Interessant wäre es in diesem Zusammenhang der Frage nachzugehen, welche Beiträge Kommentare hervorriefen. Wie die Kommentare der SchülerInnen zu den Kommentaren von außen beweisen – findet tatsächlich ein Austausch und mit ihm ein Meinungsbildungsprozess statt. Die überwiegende Mehrzahl der Kommentare von außen stammen von PädagogInnen, mit denen ich als Administrator über die Radioarbeit im Rahmen der Wiener Radiobande nicht nur virtuell vernetzt war.
  • Die Frage, ob es legitim ist, die Beiträge und Kommentare der SchülerInnen in Bezug auf Recht-schreibung und Grammatik zu korrigieren, ohne Inhalt und Stil verfälschen zu wollen, habe ich damit beantwortet, dass sie um ihre Sprachdefizite wissen, und es ihnen und mir als ihrem Lehrer ein großes Anliegen ist, sich und sie nicht bloß zu stellen.
  • Ein Weblog mit seinen unterschiedlichen Eintragungsarten wie Kategorien, Links, Beiträgen, Kommentarfunktionen und Seiten zwingt zu strukturellem Denken. Das ist für mich ein eher mühevoller Lernprozess. Solange es nur ein Projekt war, ging‘s ja noch. Wenn es aber mehrere Projekte sind, und gleichzeitig auch noch die Entstehung von singulären Sendungen dokumentiert werden soll, droht ein ziemliches Durcheinander.
  • Weblogeintragungen sind zwar orts- und zeit-unabhängig, finden aber wegen der fehlenden Internetzugänge in den Haushalten der SchülerInnen nur während der Unterrichtseinheiten statt. Manchmal frage ich mich, ob uns dadurch nicht die Zeit "verloren geht", in welcher wir sowohl im Internet recherchieren als auch ganz konkret Audiobeiträge einholen und gestalten hätten können. Andererseits lernen die SchülerInnen nicht nur Sachverhalte zu beschreiben, Gefühle oder Meinungen zu äußern, sondern werden auch für das Einhalten der Nettiquette sensibilisiert. Noch glaube ich aber nicht, dass ich das enorme Potential von Web2.0 nutze, aber ein Anfang ist immerhin gemacht.


Bild 1 mit Textumrahmung

Etliche Jahre später bot sich wieder eine Möglichkeit – diesmal mit PolytechnikerInnen – an Radiosendungen zu arbeiten, um deren Making of über ein Blog zu dokumentieren. Somit hatte ich also reichlich Gelegenheit, aus den Fehlern zu lernen und mich noch einmal mit den Problemen auseinanderzusetzen, die beim Bloggen sowohl LehrerInnen als auch SchülerInnen entstehen.

Linktipp zum Weblog von Radiopoly: http://radiopoly.wordpress.com/author/radiopoly/

Gleich vorweg: Ich will hier keine Erfolgsstory erzählen. Da würde ich lügen. Aber ich kann Vergleiche ziehen und – aus meinen Erfahrungen lernend – alle diejenigen beraten, die die Erstellung eines Blogs mit SchülerInnen wagen wollen. Auffallend war, dass es mir 2007 wesentlich besser gelang, die SchülerInnen für Beiträge zu gewinnen, wobei das Binnen-I die Wirklichkeit nicht korrekt spiegelt, da Beiträge fast ausschließlich von den Mädchen verfasst wurden und werden, was vielleicht daran liegt, dass sie ihrer sozialen sowie emotionalen Kompetenzen wegen für solche Aktivitäten leichter motivierbar sind. Feststeht, dass es vier Jahre später kaum mehr Jugendliche gibt, die nicht über Smartphones oder einen Computer mit Internetzugang in den jeweiligen Haushalten verfügen, was ein zeit- und ortsunabhängigeres Arbeiten möglich macht. Doch hatten andere Social- Media- Kanäle wie die von den Radiogruppen später gegründeten Facebookseiten oder Tweetups, die als flankierende Maßnahme gedacht waren, die TeilnehmerInnen untereinander zu vernetzen, Kommunikation und Partizipation zu erhöhen, Aufgabenstellungen zu erarbeiten, Diskussionen auszulösen, das mediale Vor- und Nachbrennen für Radiosendungen in Echtzeitkommunikation zu ermöglichen und wieder auf den Blog zu verweisen, kaum mehr Postings und Traffic oder Klicks in Bezug auf Likes, Rückantworten oder Kommentaren. Das wiederum könnte darauf zurückgeführt werden, dass dem anfänglichen Hype Ernüchterung Platz gemacht hat. Warum sich aber die damit verbundenen Mühen trotzdem lohnen, ein projektbezogenes und projektbegleitendes Weblog anzulegen, will ich an konkreten Beispielen ausführen, indem ich besondere Rücksicht darauf nehme, worauf bei der Weblogarbeit zu achten ist, aber auch, welche Herausforderungen auf einen Administrator eines Weblogs mit schulischem Content warten.

Best practice Beispiel: http://www2.mediamanual.at/blog/?p=275

Drei Argumente, die meines Erachtens jeden Aufwand lohnen

1. Blog als unterstützende Öffentlichkeitsarbeit und Imagepflege für Schulen

Die mit den statischen Schulwebsites verlinkten Radio-Blogs hatten und haben positive Abstrahleffekte. So wurde und wird durch ein ständig aktualisiertes Weblog das Ranking von Schulwebsites bei Googlesuchen drastisch erhöht, und kann somit zur Imagepflege einer Schule einen nicht zu unterschätzenden Beitrag leisten, indem es die für Schulen so wichtige Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Außerdem leisten die als Blogroll gesammelten und im Netz abrufbaren Seiten mit Linktipps, die auf ähnlichen oder die Arbeit unterstützenden Content verweisen (zB.: Tonarchive, Medienrecht, common licence, Audiosoftware) und ihn ergänzen, großartigen Dienst nicht nur für den Blogger selbst.

2. Reflexion über das projektbezogene Tun

Das Anfertigen von Protokollen in der Form persönlich gehaltener und informeller Tagebuchaufzeichnungen erlaubt und ermöglicht allen ProjektteilnehmerInnen Reflexion über ihr Tun, das sie nach außen kommunizieren. Bald lernen SchülerInnen so zwischen den Textformen Protokoll, Tagebuch, Erfahrungsbericht, Interview und Kommentar zu unterscheiden und anzuwenden, was im Deutschunterricht viel mühsamer, weil eben nicht handlungs- und projektorientiert – gelingt.

3. Sensibilisierung für Verhalten im Netz

Neben dem Vorteil, dass sich eine Vielzahl von GruppenteilnehmerInnen mit unterschiedlichen Benutze-rrollen in das Geschehen rund um das Blog einmischen und beteiligen kann, werden über das Erstellen von Beiträgen hinaus SchülerInnen nicht nur mit Forma-tierungsfragen oder medienrechtlichen Bestimmungen konfrontiert, sondern auch dafür sensibilisiert, was öffentlich und was privat ist.

Hier drei repräsentative Beispiele aus der Weblogarbeit von Blog-Beiträgen mit Kommentaren

http://podcampus.phwien.ac.at/radiobande_loquaiplatz/2008/03/13/was-ist-los-mit-der-liebe/

http://podcampus.phwien.ac.at/radiobande_loquaiplatz/2008/03/02/ich-bin-lidijaeine-serbin/#comments

http://schuelerradio.at/preistraeger/208 dazu: http://podcampus.phwien.ac.at/radiobande_loquaiplatz/2007/06/07/struwwelpeter-v-ist-da

Eine projektbegleitende Weblogarbeit leistet mehr als gemeinhin angenommen, kann aber nur dann Leserbindung schaffen, wenn man einerseits bereit ist, die für Erstellung von Beiträgen und administrative Betreuung der anderen Redakteure, Autoren oder Mitarbeiter notwendige Zeit aufzubringen, andererseits folgende sieben Tipps beachtet und sie als unabdingbare Herausforderungen annimmt, weil sie nach meinen Erfahrungen für schulische Weblogarbeit Bedeutung haben.

a) Zeitnahe, regelmäßige Weblogarbeit

Um ein Blog aktuell zu halten, eine Stammleserschaft zu erreichen, und ihn mit lesenswertem Content zu füllen, muss ich als Administrator die für dynamische Weblogarbeit notwendige Zeit aufbringen. Projekt-leiterInnen, die gleichzeitig auch AdministratorInnen für ein Weblog sein wollen, müssen sich nicht nur mehr als die SchülerInnen auch im Backend, also im Innenleben eines Blogs auskennen, sondern selbst Beiträge schreiben und vor allem die SchülerInnen dazu bringen, dass sie –entweder schon während der Projektstunden selbst oder anschließend in ihrer Freizeit - über ihr Tun nachdenken und dieses Darübernachdenken in schriftliche Form bringen. Ist es dann so weit, müssen die Beiträge der SchülerInnen editiert und freigeschaltet werden, je nachdem, welche Benutzerrollen vergeben wurden.

Beispiel einer gut gestalteten Seite: http://lernraum1314.radioigel.at/

b) Auseinandersetzung mit Tools und Widgets im Backend des Weblogs

Von den 200 kostenfreien Bloganbietern ist WordPress das am weitest verbreitete und besticht durch seine vielen Vorlagedesigns (Templates mit unterschiedlichen Widgets) und intuitivem Backend. In schneller als drei Minuten ist eine Site erstellt und man kann mit dem Bloggen loslegen. Schnell lernt man die Features für individuelle Seiten-gestaltung kennen und wird nicht damit aufgehalten, zuerst webbasierte Programmier-sprachen erlernen zu müssen. An einer Einführung am Computer in der Schule wird man als Administrator eines Weblogs nicht vorbeikommen. Die dafür aufgewendete Zeit aber lohnt sich, da ab sofort – unabhängig vom Schulstandort – Beiträge verfasst und online gestellt werden können, vorausgesetzt, die SchülerInnen verfügen über einen Internetzugang.

Videotutorial von Wolfgang Kolleritsch: http://lernraum1314.radioigel.at/audiobeitrag-erstellen-videotutorial/

c) Storytelling mit griffigen Headlines und aussagekräftigen Fotos

Eine Auflistung von Daten und Fakten kann bei einer Projektbeschreibung in Form von Beiträgen zulässig sein, wird sie aber nicht ständig mit kleinen Geschichten unterfuttert, die von den Schwierigkeiten bei der Umsetzung zur Erreichung des angestrebten Zieles erzählen, verlieren Leser schnell ihr Interesse. Storytelling ist also nicht nur für die Marketingindustrie ein wichtiger Faktor, sondern das zentrale Produkt in der gesamten Medienwelt, zu der ja auch die unzähligen Blogs mit Themenschwerpunkten zählen, Die Story als Gesprächsstoff für persönliche Kommunikation sorgt maßgeblich für Synchronisation von Meinungen und freundschaftliche Standpunkt-bestimmungen. Die lesenswertesten Beiträge erzählen uns Geschichten. Sie fordern zu Diskussionen heraus, die über die Kommentarfunktion genutzt werden kann. "Überall, wo erfahrungsbasiert und kontaktorientiert kommuniziert wird. ist die narrative Dimension alltäglicher Kommunikation von grundlegender Bedeutung."

Quelle: Reinhard Völzke in: http://www.strukturnetz.de/blog/


Bild 2 - Quelle: Struwwelpeterblog der Radiobande Loquaiplatz

Fotos sind eyecatcher, welche die Geschichte illustrieren helfen, sollten also immer Bezug zum Thema haben. Selfies oder Portraits von AutorInnen des Beitrags bei der Arbeit, nachgestellte Szenen aus den erzählten Geschichten erhöhen die Bereitschaft des Lesers, sich auf den Artikel einzulassen. Nach Möglichkeit sind Bildquellen der Suchmaschinen zu vermeiden, da die meisten Fotos urheberrechtlich geschützt sind.

Beispiel a) http://podcampus.phwien.ac.at/radiobande_loquaiplatz/2008/03/13/warum-ich-keinen-oesterreicher-heirate/

Bespiel  b) http://podcampus.phwien.ac.at/radiobande_loquaiplatz/2007/05/11/rosine-ngbendi-lusekwa-kongo/

Beispiel c) http://www.appsystems.at/Webprogrammierung/SEO/Tipps-damit-Sie-gute-Titel-fuer-Ihren-Blog-finden

d) Keywords und Formatierungstools

Wenn es stimmt, dass acht von zehn Besuchern den Titel eines Blogs lesen, aber nur zwei von zehn auch den Inhalt, ist der Blogtitel von entscheidender Bedeutung, Um also die Neugier des potentiellen Lesers zu wecken, müssen nicht nur Kriterien für optimalen Multi-Media-Webauftritt erfüllt, sondern journalistische Schreibstrategien und unterschiedliche Darstellungs-formen angewendet werden, indem Bild als Eyecatcher mit Ton oder Text kombiniert wird. Bei den Headlines tun sich SchülerInnen besonders schwer, da er die Kernaussage des Inhalts in verknappter Form vorwegnehmen sollte. Nach anfänglicher Hilfestellung finden sie aber überraschend schnell griffige Formulierungen und schreiben übersichtlich gestaltete Texte mit Slideshows oder Bildergalerien, indem sie mit den Formatierungstools der kleinen Editierprogramme im Backend eines Blogs experimentieren. Für die Keywords oder Beschlagwortung der Landing Page, aber auch für die Beiträge als Fundament für suchmaschinenoptimierten Text bleibt wohl der Administrator zuständig.

http://www.comis.at/44893/Die-10-besten-SEO-Tools

e) Die Verabsolutierung von Klicks und Likes

kann dazu führen, dass Quantitäten mehr zählen als Qualitäten, vor allem die Quantität an Aufmerksamkeit. Ob jemand den Inhalt eines Beitrags oder nur den Titel gelesen hat, lässt sich über Klicks und Likes nicht herausfinden. Es ist sehr wichtig, dies nie aus den Augen zu verlieren, wenn Rankings von Internetseiten oder Weblogs als oberstes Qualitätskriterium für Inhalte ausgegeben werden. Andererseits kann eine Landkarte der Erde mit den Zugriffen auf die Seite, wie sie WordPress in seiner Statistik zeigt, sowohl AdministratorInnen sowie SchülerInnen sehr wohl motovieren, den Traffic ihres Weblogs durch lesenswerte Artikel weiter zu steigern.


Bild 3 - Quelle: Statistik aus Blog von Radiopoly

f) Aktive Lesereinbindung über Tidbits (Leckerbissen)

Natürlich sorgen die Sharing-Einstellungen für vermehrte Verbreitung von Beiträgen über die Social-Media-Kanäle der TeilnehmerInnen. Noch größere Leserbindung kann aber dadurch erzielt werden, indem wöchentlich oder monatlich zu Aktivitäten aufgerufen wird, um die Kommunikations-möglichkeiten des Mediums voll auszuschöpfen. Das können Umfragen zu bestimmten Themen sein, die Aufforderung im Archiv einen Beitrag zu einem bestimmten Thema zu finden, oder ein Quiz, die Aufforderung ein Logo zu entwickeln, zB. für CD-Hüllen von Radiosendungen Grafiken einzureichen, Fotos aus dem Schulalltag beizusteuern, “heiße” Geschichten zu schreiben, die prämiert werden, dann und wann das Portrait von SchülerInnen oder LehrerInnen, eine Kontroverse zu einem brisanten Thema einleiten usw. Das alles verleitet die so Angesprochenen immer wieder die Seite zu besuchen.

g) Neue Netzwerke und Handlungsräume?

Ob durch internetbasierte Aktivitäten wie Bloggen neue Kontakte zustande kommen und sich über Web2.0 durch gemeinsames Interesse Beziehungen ausbilden lassen, um so die Netzwerke zu erweitern und neue Handlungs-räume zu erschließen, wage ich zu bezweifeln. Das geschieht nach wie vor über Tagungen und Seminare und weniger im virtuellen Raum. Trotzdem sollte dieses Instrument von Pädagoginnen und Pädagogen öfter genutzt werden, als es hierzulande in den Schulen der Fall ist.

Feststeht: Digitale Netzwerkarbeit, d.h. die Nutzung der Web 2.0 Technologie für schulische Projektarbeit gehört in die Curricula der LehrerInnenausbildung.

Weiterführende Links (Sept. 2014)

The most social software

Was ist Web 2.0?

Educational Use of Web 2.0

Soziale Netzwerke

Mediensprache

Definition für Medienkompetenz

Medienkompetenz: Web 2.0 im Unterricht

Visualthinking

Geschichte:

Geschichte des Web 2.0

http://archive20.hypotheses.org/1396

http://www.social-media-journal.de/die-geschichte-von-social-media/

http://www.mediabistro.com/alltwitter/the-history-of-social-media_b48350

http://www.mediabistro.com/alltwitter/online-60-seconds_b46813

Webtipps:
http://www.blogprojekt.de/2014/09/02/marketing/so-nutzt-man-die-artikel-anderer-blogger/#more-3129

http://blogkiste.com/tag/blog-tipps/

http://www.elmastudio.de/freelancing/meine-top-10-tipps-fur-spas-und-erfolg-beim-bloggen/

http://oe1.orf.at/static/pdf/Reboot-D_demo.pdf

Tags

web2.0, neue medien, bloggen, weblogdokumentation