Praxis

1/2013 - Normen und Normierungen

Jedes Jahr besser!

AutorIn: Barbara Buchegger

Nun ist er schon zum dritten Mal durchgeführt, der Aktions-Monat zum Safer Internet Day. Barbara Buchegger berichtet, dass die Projekte der Schulen immer besser und nachahmenswerter werden und der Kompetenzzuwachs spürbar ist.

Es ist jedes Jahr die gleiche Freude, wenn das Saferinternet.at–Team an die Durchsicht der Erfahrungsberichte aus dem Aktions–Monat geht: Die Beispiele aus den Schule sind kreativ, sind kooperativ, sind für viele lehrreich. Und auch heuer ist es wieder zu bemerken: Die Schulen, die bereits seit vielen Jahren am Thema dran sind, machen einfach tolle Projekte! Der Kompetenzzuwachs bei den Lehrenden ist aus den Erfahrungsberichten spürbar, die Lehrenden trauen sich mehr zu und setzen in Teams hochkomplexe Projekte um. Gratulation an alle!

Im Folgenden einige Beispiele als Vorgeschmack, die im Jahr 2013 erfolgten – noch sind nicht alle Erfahrungsberichte eingelangt:

1. Der Safer Internet Song

Der Kinderchor Tonvoll erstellte für den Safer Internet Day 2013 den Safer Internet Song „Hier heimisch“ (http://youtu.be/12uVge7AHsw), der zum Nachmachen, Bessermachen und zu kreativen Umsetzungen anregen sollte: Noch sind nicht alle Videos fertig, daher nur eine ganz kleine Auswahl:

Das Ferdinandeum aus Graz (http://youtu.be/12uVge7AHsw) und Klagenfurter Schülerinnen mit ihrem Tanz (http://youtu.be/i7A0io7XX1Q). Die Schüler/innen der NMS Wolfsberg im Schwarzautal erstellten gleich einen neuen Text (http://youtu.be/bVrduvmhGVs)!

2. Schüler/innen schulen in Facebook

Einige Schulen nutzten heuer das Medium Facebook selbst, um den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Sozialen Netzwerken zu thematisieren. Besonders gelungen war das Beispiel „Miss Intersafe“, wo jeden Tag im Februar eine Aufgabe zu erfüllen war (www.facebook.com/MitDemSchildDurchsInternet?ref=ts&fref=ts). Sehr beachtenswert: Die wunderbaren Zeichnungen der SchülerInnen!

In Güssing erfolgte der Unterricht auf Facebook. Ein ganzes Lehrerteam war hier unterwegs und unterstützte die SchülerInnen des Gymnasiums und der NMS Güssing (www.facebook.com/pages/NMS-G%C3%BCssing-Saferinternetday-2013-Projekttiimeline/415734701831276?ref=ts&fref=ts).

3. Tipps im Internet

Nicht nur in Facebook, auch in Blogs und auf Webseiten erstellten SchülerInnen ihre Inhalte. So führte das Brigittenauer Gymnasium einen Blog der letzten Jahre mit neuen Inhalten weiter. Hier erstellten SchülerInnen Tipps zu den Themen Facebook, Handy, Passwörter, WLAN, Malware, Phishing und Online-Einkauf. Besonders nett: Die Namen der Klassen mit Hilfe des binären ASCI-Codes der Finger (http://members.liwest.at/hawho/index.html).

Die IHS/PTS Jennersdorf erstellte für ihren Blog ganz wunderbare Vokis und arbeitete fächerübergreifend in einem Stationen-Betrieb (http://ihsjennersdorf.wordpress.com/).

Und natürlich gab es noch viele Tipps auf Plakaten und in Referaten: So auch in der NMS St. Aegidi oder die Präsentation der einwöchigen Projekte in der Aula der NMS Zurndorf (http://www.nms-zurndorf.at/). Oder die Ergebnisse der klassenübergreifenden Arbeit an der NMS Ferdinandeum mit Plakaten rund ums Handy.

4. Videos, Videos, Videos

2013 legten viele Schulen ihren Schwerpunkt  auf die Video-Produktion.

Das Gymnasium Zell am See erstellte die Fortsetzungs–Geschichte „Facebook is ur cool!“ mit „Manuel Saferman“, bei der die SchülerInnen die Fortsetzung der Geschichte in der 10–Uhr–Pause beeinflussen konnten (http://si-gymzell.jimdo.com/). Oder die VMS Au mit ihren Facebook–Nachrichten (http://youtu.be/u1STwBet5I0).

5. Schulveranstaltungen – weit über den Tellerrand hinaus!

Zahlreiche Veranstaltungen wurden von Schulen durchgeführt: So veranstalteten 4 Schulen in Salzburg gemeinsam mit den Salzburger Nachrichten eine Diskussionsveranstaltung mit Max Schrems, in der die SchülerInnen sich höchst aktiv beteiligten und in die Fachdiskussion einstiegen (www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/politik/sn/artikel/facebook-rebell-max-schrems-im-sn-saal-46749).

Die NMS Miesenbach veranstaltete ein Benefizkonzert, um „Safer Internet“–Schulungen für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen.

Die HLW Theresianum in Eisenstadt war nicht zum ersten Mal dabei, diesmal mit einem Stationen–Betrieb für die SchülerInnen der Schule und mit prominentem Besuch: Die Konsumentenschutzlandesrätin und der Landeschulratspräsident waren mit dabei.

6. Peer-Projekte

Auch heuer wieder waren sie aktiv: Die SchülerInnen, die andere SchülerInnen unterrichten, sie sind ja schon so etwas wie ein Klassiker. SchülerInnen formulieren es so: „Wenn uns nicht Erwachsene sagen, was wir alle nicht tun sollen, sondern annähernd Gleichaltrige, dann glauben wir das einfach eher!“

In Frauenkirchen unterrichteten die NMS–SchülerInnen die Kinder aus der Volksschule mit Hilfe eines Kurses auf der Lernplattform und einem Arbeitsplan, das jeweils ein NMS–Kind mit einem VS–Kind durcharbeitete. Auch diese Schule war nicht zum ersten Mal dabei, das Angebot ist medial unglaublich vielfältig und anspruchsvoll, trotzdem für alle gut nutzbar und ein toller Erfolg. Denn neben den VS–SchülerInnen wurden auch Gleichaltrige aus anderen Gruppen mit Hilfe einer Internet–Ralley geschult.

Heuer war das BRG Fürstenfeld gemeinsam mit der Volksschule dabei. An der BHAK/BHAS Krems unterrichteten die älteren SchülerInnen die der 1. Klassen. Die SchülerInnen der HLW 10 unterrichteten die der Partnerschule WMS Wendstattgasse in einem Stationen–Betrieb zu den Themen Chatten, Facebook und Computersicherheit. „Ziel unseres Projektes ist es nicht, Jüngeren den Umgang mit dem Internet zu verleiden oder ihnen Angst zu machen, sondern ihnen zu helfen, sich in Chatrooms, Foren und im World Wide Web sicher zu bewegen.“, so eine der jungen Projektleiterinnen der HLW 10.

Im Rahmen des Informatik–Unterrichtes schulten die SchülerInnen der HS Aspach ihre KollegInnen. Doch nicht nur das: Aus alten Tastaturen wurden Armbänder und Ohrringe gefertigt. Sehr kreativ!

An der NMS Ferdinandeum wurde nicht nur altersübergreifend, sondern gleich generationsübergreifend gearbeitet: Die SchülerInnen schulten SeniorInnen über mehrere Tage hinweg.

„Don’t worry, just do it!“

Sigrid Müller von der PTS Jennersdorf fasst es so zusammen: „Don’t worry, just do it!“ Sie  meint, es sei zwar anstrengend in der Vorbereitung (und beim Berichterstatten), aber die Begeisterung und die Freude der SchülerInnen lohnen den Aufwand.

Einfach im nächsten Jahr beim Safer Internet-Aktions-Monat 2014 mitmachen und die Begeisterung der SchülerInnen genießen! Wir freuen uns auf viele weitere Berichte!

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