Schwerpunkt

2/2012 - Biomacht, Biopolitik, Biomedien

Die Kybernetische Hypothese und das Ende des Politischen

AutorIn: David Jonas Perkmann

David Perkmann geht in seinem Beitrag den Dispositiven des kybernetischen Kapitalismus nach, in dessen Rahmen biopolitische Verwaltungsstrategien als Gouvernementalität analysiert werden können, welche seit Adam Smith mit (neo)liberalen Wirtschaftsordnungen verknüpft sind.

I. Einleitung und Fragestellung

Die entscheidenden politischen Debatten dieser Tage scheinen kaum trennbar zu sein von einem wirtschaftlichen Diskurs; verfolgt man die entsprechenden Meinungen und Gespräche in den Nachrichten, Diskussions-Sendungen, im Parlament oder am Stammtisch, so mag es einem oft durchaus so erscheinen, als seien jene Debatten, die zurecht – wie ich finde – als politisch bezeichnet werden, von wirtschaftlichen Interessen diktiert. Es ist wohl unbestritten, dass der wirtschaftliche Aspekt immer schon ein wesentlicher Bestandteil der modernen Politik war, aber nicht, dass diese praktisch nur noch aus jenem besteht. Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, inwiefern das Konzept der Kybernetik einer Forderung des Endes des Politischen gleichkommt. Es wird im Rahmen dieser Aufmerksamkeit auch interessant sein zu untersuchen, ob das moderne liberale Wirtschaftssystem dabei eine Rolle spielt, innerhalb welcher Auffassung eines bestimmten Menschenbildes solche Überlegungen überhaupt möglich sind und, schließlich, welche möglichen Aussichten auf eine Lösung des vorliegenden Problems sich uns darbieten. Im Sinne einer Einleitung könnte man zunächst einmal konstatieren: Ohne Wirtschaft kann kein Staat existieren. Dies gilt insbesondere für die Staaten des „Westens“ und für ihr modernes Rechts- und Wirtschaftssystem. Der demokratische Sozialstaat mit kapitalistischer Wirtschaftsstruktur preist sich als „High-End-Produkt“ des entwickelten Gesellschaftsbetriebes: Es ist sozusagen „das Beste, was der Markt zu bieten hat“. Denn warum würde es sonst ein jeder wollen? Vor allem der überaus positiv konnotierte Demokratiebegriff klebt wie eine Etikette an allen Staaten, die in der Welt als souverän anerkannt werden wollen. Doch die oft große Diskrepanz zwischen dem, was auf dem Produkt „draufsteht“, und dem, was tatsächlich „drin“ ist, setzen den Begriff der Demokratie – der in den meisten Fällen richtiger- und klassischerweise repräsentative Demokratie lauten sollte – einem inflationären Druck aus. – Wer wundert sich nicht über die offizielle Bezeichnung des Staates Nordkorea: „Demokratische Volksrepublik Korea“?

II. Effizienz als Maxime

Es wäre durchaus vorstellbar, dass für die so genannten „emerging countries“ andere Staatsmodelle vorerst besser „funktionieren“ als das repräsentativ-demokratische – eine solche Vorstellung könnte nicht nur empirisch, etwa anhand von Wirtschaftsdaten wie dem Wirtschaftswachstum in der Volkrepublik China, gestützt werden, sondern auch in Hinblick auf theoretisch-modellhafte Analysen, wie jene des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Tsai (2007: 17–44). Solche Analysen legen aber auch nahe, dass ein nicht-repräsentativ-demokratisches Staatsmodell nur so lange funktionieren kann, als es den „Anschluss“ an demokratisch ausdifferenzierte Staaten nicht geschafft hat. Sobald dies der Fall ist, wird es im Sinne der zu maximierenden Nettowohlfahrt vorteilhaft sein, Strategien und politische Ideen des Westens zu adaptieren oder diese gar zu überholen – letzteres Szenario scheint unrealistisch oder weit entfernt, aber dennoch sollte man es in Betracht ziehen (siehe Ikenberry 2008: 23ff.).

In Anbetracht der aktuellen Weltwirtschaftskrise steht allerdings zur Debatte, ob und inwiefern eine solche Angleichung ein wünschenswertes Ziel sein kann oder sollte. Die in den Vereinigten Staaten von Amerika als Subprime-Blase auf den Immobilienmärkten initiierte Krise artikuliert sich in ihrer aktuellen zweiten oder dritten Phase – insbesondere in Europa – als ausgeprägte Finanz- und Schuldenkrise (Van Marrewijk 2007: 601ff.), die dem repräsentativ-demokratischen Staatsmodell keine hoffnungsvolle Zukunft verspricht.

So wird beispielsweise in Italien derzeit über ein ganz bestimmtes Gesetz sowohl auf öffentlich-medialer als auch auf politischer Ebene heftig diskutiert. Es handelt sich um das Gesetz Nummer 300 vom 20. Mai des Jahres 1970, welches das sogenannte Arbeiterstatut, oder „statuto dei lavoratori“ (Franchi/Feroci/Ferrari 2010: 1095–1104), umfasst. Im Zuge der durch die Staatsschulden notwendig erscheinenden Liberalisierungsmaßnahmen soll insbesondere der in diesem Statut enthaltene berüchtigte Artikel Nummer 18 überarbeitet werden – ein Vorhaben, das vor allem bei den in Italien bekanntlich relativ stark organisierten Arbeitergewerkschaften auf großen Protest stößt. Der besagte Artikel umfasst im Allgemeinen einen Kündigungsschutz für Angestellte in Unternehmen, wobei der Umfang des Arbeitnehmerschutzes und der Arbeitgeberverpflichtungen je nach Größe des Betriebes variieren kann (Franchi/Feroci/Ferrari: 1098f.).

Tatsache ist, dass die Maßnahmen der Regierung zur Abänderung des Artikels für den italienischen Arbeitsmarkt weitreichende Folgen haben werden. Eine Liberalisierung in diesem Bereich wird es für viele Arbeitnehmer schwieriger machen, ihre berufliche Anstellung gesichert zu wissen; andererseits soll sie für viele von der Krise betroffene Firmen eine einfachere und – zumindest intern – reibungslosere „quantitative Anpassung“ ermöglichen. Was im Wirtschaftsjargon leicht und elegant klingen mag, bedeutet in der Arbeitswelt oft den Verlust des (vollen) Arbeitsplatzes oder gar Entlassung (Im Übrigen scheint es im Sinne des oben Gesagten kein Zufall zu sein, dass am Anfang einer politisch so brisanten Debatte gerade die Maßnahmen einer „technischen“ Übergangsregierung stehen, deren Chef – Mario Monti – sich als Wirtschaftsexperte versteht).

Es verwundert nicht, dass es in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit vielen ExpertInnen immer wünschenswerter erscheint, dass sich immer größere Bereiche des öffentlichen Lebens einer einzigen Maxime unterwerfen, und zwar jener der Effizienz. So soll sich eine schwache Volkswirtschaft wie jene Italiens innerhalb einer wirtschaftlichen und politischen Union, in diesem Fall der Europäischen Union, der gegenüber sie Verpflichtungen in Form von Abkommen, wie den Verträgen von Maastricht, eingegangen ist, offensichtlich keinen allzu starken Arbeitsschutz mehr leisten dürfen. Und dementsprechend wäre es folgerichtig, würde der erste Artikel der italienischen Verfassung, der da lautet: „Italien ist eine auf die Arbeit gegründete Republik“ (Franchi/Feroci/Ferrari 2010: XII), umgeschrieben werden zu: „Italien ist eine auf die Effizienz gegründete Republik“ (eine solche Reformulierung wäre freilich überspitzt und in allererster Linie nur provokativ, aber nicht unbegründet).

Folgende Problemstellung lässt sich aus dem italienischen Beispiel für ein kritisches Verständnis der Kybernetik als machtvollen Anspruch gewinnen: Wie kann ein maximaler Mehrwert aus dem biopolitischen Gewebe, d. h. aus gesellschaftlichen Verhältnissen generiert werden?

Es mag sein, wie von liberalen Theoretikern gerne behauptet wird, dass ein in einem repräsentativ-demokratischen Rahmen eingebetteter Markt sein effizientes Optimum bei perfektem Wettbewerb erreicht, d. h. unter der Bedingung vollständiger Konkurrenz (Pyndick/Rubinfeld 1998: 13ff.). Von dieser Regel ist der Arbeitsmarkt prinzipiell nicht ausgenommen, wenngleich er aufgrund seiner außerordentlichen Sonderstellung unter den Märkten einer zuweilen massiven, wenn auch – wie das Beispiel Italien nahelegt – tendenziell abnehmenden Regulierung durch den Sozialstaat unterworfen ist. Allein, die effizienteste Art der Regulierung – gerade im Sinne der von Foucault bevorzugten Begriffe Biopolitik und Biomacht (Foucault 1985: 230) – ist die Selbstregulierung.

In Zeiten der engmaschigen medialen Vernetzung von Individuen verstärkt sich der selbst-regulative Mechanismus der Gesellschaft ungemein; er ist neben jenem der Effizienz eines der entscheidenden Konzepte, auf welches die Logik der Kybernetik gründet, die im folgenden diskutiert werden soll.

III. Kybernetik

Der aus dem Altgriechischen entlehnte Begriff Kybernetik leitet sich vom Adjektiv κυβερνητικός ab, was so viel bedeutet wie „steuermännisch“. Die gleichnamige Wissenschaft von der Kybernetik wurde von ihrem Begründer, dem US-amerikanischen Mathematiker Norbert Wiener, wie aus dem Buchtitel eines im Jahre 1948 erschienen Werkes von ihm ersichtlich wird, als Lehre über „control and communication, in the animal and the machine“ (Wiener 1948) definiert, d. h. als „Regelung und Nachrichtenübertragung in Lebewesen und Maschine”. Die diesem Werk zugrunde liegende Idee der Selbstregulierung stammt ursprünglich aus einem technischen Bereich; Wiener beschäftigte sich nämlich mit der Entwicklung eines Modells zur Berechnung der Flugbahn von Flugzeugen zum Zwecke der Automatisierung von Flugabwehrgeschützen.

Die rasante technisch-mediale Weiterentwicklung, die sich während des zweiten Weltkrieges insbesondere im Bereich der Kommunikationstheorie und -technik vollzog, steuerte weitere wichtige Elemente der sich neu etablierenden Wissenschaft der Kybernetik „als disziplinenübergreifende wissenschaftliche Fachrichtung” (Heins 2008: 1) bei. So erhob Wiener das Prinzip der Rückkopplung als wesentliches Merkmal eines kybernetischen Vorganges zu einem den bisherigen Fächerkanon übergreifenden, neuen wissenschaftlichen Paradigma, vergleichbar mit der Aktivität eines Piloten oder Steuermannes: κυβερνήτης, der den Kurs des Schiffes dynamisch an die sich ständig ändernde Umwelt anpasst, um am Ende sein Ziel zu erreichen. Wiener selbst wollte die Anwendung des kybernetischen Prinzips für die Gestaltung soziologischer und ökonomischer Prozesse nicht unbedingt ausschließen, er hielt aber eine solche Anwendung für nur sehr schwer durchführbar und vorstellbar (ebd.). Wieners Vorbehalte ungeachtet, zeichnet sich heutzutage ein ungemeines Interesse für die Anwendung kybernetischer Modelle ab.

Alles, was im Folgenden unter Kybernetik oder einem kybernetischen Vorgang zusammengefasst wird, bezieht sich auf die Theoreme Rückkopplung und Selbststeuerung im engeren Sinn, d. h. auf die Vorstellung eines dynamischen Organismus der Gesellschaft. Kybernetik – in dem hier diskutierten Sinn – ist also nicht nur ein Prinzip der Maschine, sondern auch eines, das den Menschen betrifft. In weiterer Folge soll dieser Begriff vor allem im Kontext einer Schrift der radikalen literarischen Gruppe Tiqqun problematisiert werden. Das gleichnamige französische Journal, das sich von 1999 bis 2001 meist unter Einnahme expliziter, mitunter extremer Positionen politischen und philosophischen Fragestellungen widmete, veröffentlichte nämlich im Jahr 2001 den Beitrag L’hypothèse cybernétique (in der deutschen Übersetzung lautet der Titel Kybernetik und Revolte). Gegenstand dieser Schrift ist die „kybernetische Hypothese“, eine bei den Autoren von Tiqqun durchaus negativ konnotierte Hypothese, auf die im Folgenden eingegangen wird.

IV. Die kybernetische Hypothese

Die Kybernetik lässt sich nicht auf ihre technischen Qualitäten reduzieren; ihrem Wesen nach hat sie politische Konsequenzen. Ihr Wegbereiter ist die Idee des Liberalismus, für dessen Anfänge die ökonomischen und ethischen Überlegungen des bekannten englischen Empiristen Adam Smith von hervorragender Bedeutung sind: Das egoistische Verfolgen von Eigeninteressen im Sinne eines zumindest ökonomischen „laissez-faire“ wurden von Smith vollständig „naturalisiert“ und über geraume Zeit, d. h. infolge des historischen Erfolgs des Liberalismus von der Gesellschaft „einverleibt“. Allerdings: „Der Liberalismus ist heute nur noch eine remanente Rechtfertigung, beziehungsweise das Alibi des alltäglichen Verbrechens, das von der Kybernetik begangen wird“ (Tiqqun 2007: 11).

Worin dieses alltägliche Verbrechen liegt, wird von Tiqqun sukzessive ins Bewusstsein gehoben. Bereits der etymologisch geprägte Anspruch des Begriffes Kybernetik lasse ihren machthungrigen Charakter erahnen. Die Selbststeuerung beruhe in erster Linie auf dem Prinzip der Differenz. Der britische Psychiater William Ross Ashby, der neben Wiener als weiterer Pionier im Feld der Kybernetik zu nennen ist, artikuliert dieses Prinzip in seiner Einführung in die Kybernetik wie folgt: The “The most fundamental concept in cybernetics is that of ‚difference‘, either that two things are recognisably different or that one thing has changed with” (Ashby 1957: 9). Das besagte Prinzip, das auch Grundlage vieler biologischer Prozesse ist, wie etwa der Homöostase bei der Herstellung physiologischer Gleichgewichte in organischen Zellen, kann anhand der Funktion eines Thermostats illustriert werden, der die Temperatur mittels eines ihm vorgegebenen Richt- oder Sollwertes im Verhältnis zu aktuellen Werten ständig nach oben oder nach unten reguliert, und zwar zum Zweck einer konstanten Regulation, damit der Istwert möglichst genau dem Sollwert entspricht. Zwar geht zum Beispiel von einer Klimaautomatik im Auto, die durchaus angenehme Funktionen erfüllt und das Autoinnere, ob im Winter oder im Sommer, zu einem abgeschlossenen Eigenheim zu machen vermag, relativ wenig Macht aus – nicht zuletzt deshalb, weil man sie ja jederzeit ausschalten kann. Im Unterschied dazu kann der kybernetischen Regulation in ihrer gesellschaftlichen Dimension aber durchaus ein subtiler und gleichzeitig holistischer Machtanspruch unterstellt werden: nämlich jener, alles zu steuern, zu regulieren und zu unterdrücken, was von sich aus nicht dem Sollwert, den ich hier als „effiziente Ordnung“ bezeichnen möchte, folgt.

„Die kybernetische Hypothese ist also eine politische Hypothese, eine neue Fabel, welche die liberale Hypothese seit dem Zweiten Weltkrieg endgültig verdrängt hat. Im Gegensatz zu jener schlägt sie vor, die biologischen, physischen und sozialen Verhaltensweisen als voll und ganz programmiert und neu programmierbar zu betrachten“ (Tiqqun 2007: 14). Die Individuen- und disziplinenübergreifende Dynamik der Kybernetik ist somit in einen biopolitischen Kontext im Sinne Foucaults gestellt; jenseits einer rein mikropolitischen Betrachtungsweise bedient sie sich ganzheitlicher Machttechniken zur Reglementierung und Effizienzsteigerung von gesellschaftlichen Verhältnissen – eine Logik, die aus der molekularbiologischen Perspektive der Stammzellenforschung die realsten und wohl erschreckendsten Züge annimmt.

Eine generell wichtige Funktion in kybernetischen Dynamiken spielt einmal mehr das „[…] Konzept der Marktwirtschaft, das an die Stelle der staatlichen Lenkung der Wirtschaft das Ordnungsprinzip des Marktes setzt – des Gleichgewichtes zwischen Angebot und Nachfrage. Nicht die sichtbare Hand des Staates, sondern die unsichtbare Hand […] einander ausbalancierender Eigeninteressen gibt der Wirtschaft ein adäquates Ordnungssystem“ (Pelinka 2004: 199). Der Bezug zu Adam Smith wird deutlich, wo in kybernetischer Absicht auf die Idee der „invisible Hand“ Bezug genommen wird. Die Kybernetik schließt an dieses Konzept an, ja, sie „verinnerlicht“ und überwindet es sogar in gewissem Sinn, wie von Tiqqun ausgeführt wird: „Die kybernetische Modernisierung der Macht und der veralteten Formen gesellschaftlicher Autorität kündigt sich somit als sichtbare Produktion der »unsichtbaren Hand« von Adam Smith an, die bis dahin als mystische Grundlage des liberalen Experiments diente. Das Kommunikationssystem wird zum Nervensystem der Gesellschaften, zur Quelle und zur Bestimmung jeder Macht. Die kybernetische Hypothese formuliert somit mehr oder weniger die Politik des ‚Endes des Politischen‘“ (Tiqqun 2007: 18).

V. Das Ende des Politischen

Dadurch, dass sich der Anspruch der Kybernetik in immer mehr Bereichen behauptet, sich nicht nur als Mittel auf das Technische der Kommunikation bezieht, sondern quasi als Zweck in die soziale Realität eingestellt hat, fungiert es als „Nervensystem“ bzw. als Gehirn der Gesellschaft, von dem Steuerung, Kontrolle und Macht über den biopolitischen Körper der Gesellschaft ausgehen. Der politische Diskurs oder „das Politische“ ist der Automatisierung dieser Abläufe aufgrund seiner charakteristischen Instabilität nicht gerade dienlich; und so würde gerade die erfolgreiche Durchsetzung der kybernetische Hypothesen dem Ende des Politischen entsprechen. Unter Berücksichtigung der aktuellen politischen „Realität“, die – wie am einleitenden Beispiel Italiens veranschaulicht wurde – zunehmend von wirtschaftlichen Diskursen und Interessen diktiert wird, lässt sich die Konsequenz solcher Tendenzen wohl nur schwer leugnen.

Im Zuge seiner Kritik am Liberalismus machte auch Carl Schmitt, einer der bekanntesten wie umstrittensten politischen Philosophen und Staatsrechtler des vergangenen Jahrhunderts, auf die problematische Entwicklung einer möglichen Entpolitisierung des staatlichen Apparates aufmerksam. In seiner im Jahre 1932 erstmals veröffentlichten Schrift Der Begriff des Politischen kritisiert Schmitt den Liberalismus als eine Differenzen neutralisierende Bewegung: „Was dieser Liberalismus von Staat und Politik noch gelten läßt, beschränkt sich darauf, die Bedingungen der Freiheit zu sichern und Störungen der Freiheit zu beseitigen“ (Schmitt 1963: 70). Dabei wären Staat und Politik im Sinne Schmitts als nahezu synonyme Begriffe zu verstehen, zumal der eine den anderen impliziert, wie er ausführt: „Der Begriff des Staates setzt den Begriff des Politischen voraus“ (Schmitt 1963: 20). In dem Moment aber, wo der politische Freund-Feind Antagonismus, wie vom Liberalismus (im schmittschen Verständnis) gefordert wird, zugunsten ökonomischer Interessen praktisch wegbricht, werde die Konstitution eines Staates quasi unmöglich.

Auf die kybernetische Hypothese übertragen, besteht durchaus Grund zur Annahme, dass sich der Antagonismus – und der Krieg – als politischer Kampf (Schmitt 1963: 33ff.) aus staatlichen und politischen Diskursen gelöst und, unter veränderten Bedingungen, auf einem nicht-normierten Schauplatz der schöpferischen Freiheiten, nämlich in den kapitalistisch ausdifferenzierten Märkten der Welt Einzug gefunden hat. Der neue Kriegsschauplatz versteht sich gewissermaßen als Wirtschaft. Da viele der uns vertrauten Innovationen im Dienste des Krieg gemacht wurden, drängt sich die Frage auf, warum man nicht die Börsen als Schauplatz von produktiven Kriegen konzipieren sollte, zumal alles in einem offiziell „freien“ und angeblich „menschenwürdigen“ Rahmen abläuft, und keine Verluste gemacht werden, ohne dass nicht Dritte einen Gewinn einhandeln? Dies ist zugegebenermaßen eine Persiflage des Problems. Im Unterschied zu Heraklits Diktum πόλεμος πάντων μὲν πατήρ ἐστί (Der Krieg ist der Vater aller Dinge) gibt sich der kybernetische Liberalismus als an politischen Kämpfen gänzlich desinteressierter Anspruch: Seiner Tendenz nach versucht der aktuelle wirtschaftliche Diskurs den politischen zunehmend zu ersetzen.

VI. Das ökonomische Moment

Selbstregulierung lässt sich nämlich viel leichter in entpolitisierten Bereichen von Zahlen und Daten umsetzen, Bereiche, die insbesondere für wirtschaftliche Logiken bestimmend sind: „Mit dem kybernetischen Kapitalismus dominiert das politische Moment der politischen Ökonomie, folglich ihr ökonomisches Moment“ (Tiqqun 2007: 46). Allerdings darf nicht vergessen werden, dass sich hinter jedem der unzähligen wirtschaftlichen Prozesse, mögen sie noch so abstrakt und der menschlichen Sinnhaftigkeit entrückt erscheinen, ein Mensch bzw. eine Organisation von Menschen befinden – auch wenn dies immer schwerer vorstellbar sein mag, denkt man beispielsweise an die komplizierten Vorgänge im Umfeld der modernen Handelsbörsen dieser Welt, wo allein die leistungsfähigsten Computer, die im Übrigen den überwiegenden Großteil aller Börsentransaktionen in Bruchteilen von Sekunden völlig autonom und automatisiert durchführen, jede Chance auf Arbitrage nutzen, und somit den Markt „wie von allein“ in das optimale Gleichgewicht versetzen, den „Überblick“ bewahren (vgl. Van Marrewijk 2007: 413). Wenn es zutrifft, dass der „kybernetische Kapitalismus“ dahin tendiert, „die Zeit selbst abzuschaffen, die flüssige Zirkulation bis zu ihrem Maximalpunkt, der Lichtgeschwindigkeit, zu maximieren, wie es bereits bestimmte Finanztransaktionen zu realisieren versucht haben“ (Tiqqun 2007: 43), dann könnte sich die Zeit als Dauer oder „Langsamkeit“ (Tiqqun 2007: 106) allerdings auch als Mittel gegen die kybernetische Selbstregulierung erweisen.

Aus Sicht der Befürworter der kybernetischen Hypothese ließe sich jedenfalls argumentieren, dass der Mensch in all den Belangen, die für die effiziente Funktion des Marktes von Relevanz sind, eigentlich weit hinter den automatisierten Börsencomputern, um das zuvor genannte Beispiel wieder aufzugreifen, zurückbleibt. Dabei spielt nicht so sehr die Geschwindigkeit der Rechenoperationen eine Rolle, sondern vielmehr die Vorhersehbarkeit und Berechenbarkeit. Denn der Mensch ist prinzipiell unberechenbar; und was sich nicht berechnen lässt, lässt sich auch nicht leicht regulieren. Martin Heidegger, der sich für die Kybernetik interessiert gezeigt hat, verhält sich zu dieser Problematik wie folgt: „Die Kybernetik sieht sich allerdings zu dem Eingeständnis genötigt, daß sich zur Zeit eine durchgängige Steuerung des menschlichen Daseins noch nicht durchführen lasse. Deshalb gilt der Mensch im universalen Bezirk der kybernetischen Wissenschaft vorläufig noch als ‚Störfaktor‘. Störend wirkt das anscheinend freie Planen und Handeln des Menschen. Aber neuerdings hat die Wissenschaft sich auch dieses Feldes der menschlichen Existenz bemächtigt. Sie unternimmt die streng methodische Erforschung und Planung der möglichen Zukunft des handelnden Menschen. Sie verrechnet die Information über das, was als Planbares auf den Menschen zukommt“ (Heidegger 1983: 143).

VII. Spieltheorie

Die in den letzten Jahrzehnten vergebenen Nobelpreise im Bereich der Wirtschaftswissenschaften wurden vornehmlich Wissenschaftlern verliehen, die sich mit der Spieltheorie befassten bzw. befassen. Ein herausragender Vertreter der Forschung in dieser Disziplin ist John Nash, jener Wirtschaftstheoretiker, nach dem das über die Ökonomie hinaus bekannte Nash-Gleichgewicht benannt wurde und dem im Jahre 1994 zusammen mit John Harsanyi und Reinhard Selten der Wirtschaftsnobelpreis zugesprochen wurde. Spieltheoretische Überlegungen sind von großem Interesse für die Modellierung von Theorien in der Finanzwissenschaft sowie für die theoretische Beschreibung und Erklärung von Vorgängen in der Wirtschaft im Allgemeinen, aber auch für andere sozialwissenschaftliche Bereiche.

Im Unterschied zur theoretischen Plausibilität dieser Überlegungen hat sich wiederholt gezeigt, dass selbst das beste spieltheoretische Modell oft nicht hinreichende Erklärungen für reale Vorgänge in der Welt der Wirtschaft zu bieten vermag – dies betrifft insbesondere Szenarien, wo Wirtschaftsmodelle plötzlich scheitern, im Vollzug ernsthafter Krisen zum Beispiel –, nicht zuletzt deshalb, weil viele Handlungen nicht unbedingt strikt rationalen Prinzipien entsprechen.

In der Spieltheorie werden solche Bedenken a priori ausgeschlossen, weil der Einfachheit und Durchführbarkeit halber ein rein rationales (und de facto egoistisches) Menschenbild allen Kalkülen vorausgesetzt wird. Typenhafte Charakterisierungen dominieren in den Sozialwissenschaften, und die Frage nach dem Wesen des Menschen wird wohl kaum ein Ende finden. Allerdings gibt es für unterschiedliche Bereiche passendere und weniger passende Menschenbilder. Niemals aber wird ein einziges Bild die Mannigfaltigkeit und oft grundsätzliche Verschiedenheit menschlichen Handelns umfassend in sich vereinen können; vielmehr sollte es als approximative Beschreibung menschlichen Tuns verstanden werden.

Johannes Huinik weist insbesondere auf zwei vorherrschende, konträre Menschenbilder hin, die sich seit Beginn der sozialwissenschaftlichen Forschung etabliert haben: auf den homo oeconomicus und den homo sociologicus: „Der ‚homo oeconomicus‘ ist der vollkommen rational agierende Mensch, der sein Handeln allein daran ausrichtet, wie er unter gegebenen Handlungsbedingungen (Restriktionen) seinen individuellen Vorteil […] maximieren kann. Er ist vollständig und objektiv und handelt auf der Grundlage einer stabilen und kontextunabhängigen Hierarchie von Wünschen und Bedürfnissen“ (Huinik 2005: 168). Eine derartige axiomatische Hierarchie verhält sich analog zur berühmten Maslowschen Bedürfnispyramide. „Dem gegenüber verhält sich der ‚homo sociologicus‘ sehr verschieden. Er ist ein Schauspieler, der gewissenhaft seine Rollen im Lebensdrama spielt, dessen Skript ihm durch die Gesellschaft vorgegeben ist. […] Der „homo sociologicus ist der voll sozialisierte Mensch, dessen Verhaltenserwartungen, die mit seinen sozialen Positionen bzw. Rollen verknüpft sind, bestimmt sind“ (Huinik 2005: 168). Der Typus Mensch, welcher in der Spieltheorie vorausgesetzt und explizit betont wird, entspricht eindeutig Huiniks Charakterisierung des homo oeconomicus. Dieser passt am besten in das Konzept der modernen Ökonomie des sich kybernetisch selbst regulierenden Kapitalismus. Dementsprechend argumentieren auch Tiqqun: „Die Vormachtstellung, die die Kybernetik nach 1945 in der Ökonomie einnehmen sollte, läßt sich ausgehend von einer Intuition von Marx verstehen, der feststellte, daß in der politischen Ökonomie das Gesetz von seinem Gegenteil bestimmt sei, das heißt vom Fehlen von Gesetzen, und daß das wahre Gesetz der politischen Ökonomie der Zufall sei. Um zu beweisen, daß der Kapitalismus keine Entropie und kein gesellschaftliches Chaos erzeugt, privilegiert der ökonomische Diskurs seit den 1940er Jahren eine kybernetische Neudefinition seiner Psychologie. Sie stützt sich auf das Modell der ‚Spieltheorie‘, die 1944 von John von Neumann und Oskar Morgenstern entwickelt wurde. Die ersten Soziokybernetiker zeigen, daß der homo oeconomicus nur unter der Bedingung einer völligen Transparenz seiner Vorlieben für sich selbst und für andere existieren kann. Da es nicht möglich ist, die Gesamtheit der Verhaltensweisen der anderen ökonomischen Akteure zu kennen, ist die utilitaristische Vorstellung einer Rationalität der mikro-ökonomischen Entscheidungen nur eine Fiktion“ (Tiqqun 2007: 34 f.)

Zu den wohl populärsten und auch erfolgreichsten „Fiktionen“ in der Mikroökonomie, um die Wortwahl bei Tiqqun weiter zu bemühen, zählen ohne Zweifel die Überlegungen des bereits genannten John Nash. Ein typisch kybernetischer Zustand wäre das Nash-Gleichgewicht insofern, als es sich derart definiert, „daß jeder Spieler das Bestmögliche erreicht, wenn er von gegebenen Aktionen seiner Gegenspieler ausgeht“ (Pyndick/Rubinfeld 1998: 581). Als Spieler werden die Akteure in einem Spiel bezeichnet, deren voneinander unabhängigen, d. h. ohne vorherige Absprache getroffenen Entscheidungen schließlich zu jenem Gleichgewicht führen. Dieses ist aber nicht zwangsläufig optimal. Hätten die Spieler beispielsweise die Möglichkeit einer Absprache oder im Sinne eines nicht durch bloßen Egoismus zustande gekommenen Zusammenschlusses, könnte das Gesamtergebnis des Spiels, also die addierten Auszahlungen, insgesamt besser ausfallen.

VIII. Der Kybernetisierungsprozeß … als Entleerung des Menschen

All diese spieltheoretischen Überlegungen minimieren das Handlungsspektrum der einzelnen „Spieler“ derart, dass sie weniger einem Menschen und vielmehr einem Schalter, einem Automaten oder einer Maschine gleichen – wie die Computer an den Börsen. Dies ist der anthropologisch zentrale und womöglich problematischste Kern des kybernetischen Anspruchs. Es zeigt sich, dass Kybernetik überhaupt nur innerhalb eines technisierten Rahmens und ausgehend von einem spezifischen Menschenbild, nämlich dem des homo oeconomicus, denkbar ist. „Denn die kybernetische Hypothese erfordert eine radikal neue Konfiguration des individuellen oder kollektiven Subjekts im Sinne einer Entleerung. Sie disqualifiziert die Innerlichkeit als Mythos und mit ihr die gesamte Psychologie des 19. Jahrhunderts einschließlich der Psychoanalyse. Es geht nicht mehr darum, das Subjekt aus den traditionellen äußeren Bindungen herauszureißen, wie es die liberale Hypothese vorsah, sondern darum, eine soziale Bindung zu rekonstruieren, indem dem Subjekt jede Substanz entzogen wird. Jeder muss zu einer fleischlosen Hülle werden, zum bestmöglichen Leiter der gesellschaftlichen Kommunikation, zum Ort einer unendlichen Rückkopplung, die reibungslos vonstatten geht. Der Kybernetisierungsprozess vollendet somit den ‚Zivilisationsprozeß‘, bis hin zur Abstraktion der Körper und ihrer Affekte im Reich der Zeichen“ (Tiqqun 2007: 32).

In Sinne dieses Arguments lässt sich ein mögliches Ideal der Kybernetik in der überspitzten Form einer biologisch-tierischen Metapher kristallisieren: die Gesellschaft als Ameisenhaufen. Der biopolitische Anspruch wäre mithin jener, „die Bevölkerung als Produktionsmaschine zur Erzeugung von Reichtum, Gütern und weiteren Individuen [zu] nutzen“ (Foucault 1983: 231). Diesem Anspruch entsprechend sollte die Autonomie der Akteure so verschwindend gering wie nur möglich sein und der Doktrin des „freien“ Marktes unterworfen werden: „Der zwitterhafte Diskurs, der sich daraus ergibt und der in der Folge als ‚neoliberal‘ bezeichnet wird, schreibt dem Markt den Vorzug optimaler Zuteilung der Information – und nicht mehr der Reichtümer – in der Gesellschaft zu. So gesehen, wird der Markt zum Instrument der vollkommenen Koordinierung der Akteure, dank derer das gesellschaftliche Ganze ein dauerhaftes Gleichgewicht findet. Der Kapitalismus wird hier unanfechtbar, da er als ein schlichtes Mittel, als das beste Mittel präsentiert wird, um die gesellschaftliche Selbstregulierung zu produzieren“ (Tiqqun 2007: 35).

Die oben beschriebene „effiziente Ordnung“ ist also gleichzeitig Produzent und Produkt des gegenwärtigen Marktes. Gerade das Abweichen von dieser Ordnung, die sich als Wirtschaftswachstum versteht, ist Grund und Nährboden für fortwährende Kybernetik. „Die Kybernetik ist […] darauf ausgerichtet zu beunruhigen und im gleichen Zuge zu kontrollieren“ (Tiqqun 2007: 40). Denn ein Land ohne Krisen braucht keine Kybernetik, ähnlich einem Auto, in dem stets dieselbe Temperatur herrscht und somit kein Thermostat vonnöten wäre. „Der Notstand, der das wesentliche Merkmal der Krisen ist, ermöglicht es, die Selbstregulierung anzukurbeln, sich selbst als permanente Bewegung in Gang zu halten“ (Tiqqun 2007: 40).

IX. Aussichten

Wie kann man diesen fatalen Kreislauf stoppen oder unterwandern? Bevor Tiqqun am Ende ihrer Schrift auf das „fruchtbare Chaos, den Kommunismus“ (Tiqqun 2007: 120), der aus dem Kampf gegen das vom kybernetischen Geist erhobene Autonomiemonopol erwächst, verweist, werden folgende Möglichkeiten des individuellen Widerstandes in Form einer unsichtbaren Revolte vorgeschlagen: „Die unsichtbare Revolte, die diffuse Guerilla sanktionieren nicht ein Unrecht, sie errichten eine mögliche Welt. In der Sprache der kybernetischen Hypothese kann ich die unsichtbare Revolte, die diffuse Guerilla auf molekularer Ebene auf zwei Weisen schaffen. Erste Geste, ich fabriziere Reales, ich mache kaputt und ich mache mich kaputt, indem ich kaputtmache. Alle Formen von Sabotage haben hierin ihre Wurzel. Was mein Verhalten in diesem Moment repräsentiert, existiert nicht für das Dispositiv, das mit mir kaputtgeht. Weder 0 noch 1, bin ich das absolute Dritte. Mein Genuss geht über das Dispositiv hinaus. Zweite Geste, ich reagiere nicht auf die menschlichen oder maschinellen Feedback-Schleifen, die mich erfassen wollen, wie Bartleby ‚möchte ich lieber nicht‘, ich halte mich abseits, ich gehe nicht in den Raum der Ströme ein, ich schließe mich nicht an, ich bleibe. Ich benutze meine Passivität als Wirkungskraft gegen die Dispositive. Weder 0 noch 1, ich bin das absolute Nichts. Erster Akt: Ich genieße auf perverse Weise. Zweiter Akt: Ich halte mich zurück“ (Tiqqun 2007: 97).

Diese Lösungsvorschläge gleichen keinem herkömmlichen, zumindest keinem eindeutigen Non-Konformismus, eher einer unklassifizierbaren Haltung, die sich weder vom System distanziert noch in diesem aufgeht, aber auch nicht kämpferisch gegen es revoltiert. Denn „Feind“ des effizienten Ordnungsanspruches ist letztlich alles Ineffiziente und Unordentliche. Es ist somit eine unberechenbare, selbstlose und im Sinne der zuvor erwähnten „Langsamkeit“ dauerhafte Haltung; und hierin liegt ihre wahrscheinliche Stärke: Sie könnte Raum und Zeit schaffen für Politik, für ein anderes Mit-Sein, das sich nicht für die automatenhaften Selbstregulierung oder aber für die Vorstellung eines möglichen Endes des Politischen verwenden lässt.


Literatur:

Ashby, William Ross (1957): An Introduction to Cybernetics, London: Chapman and Hall.

Foucault, Michel (1985): Die Maschen der Macht., in: Defert, Daniel/Ewald, Francois (Hg.): Analytik der Macht, Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Franchi, Luigi/Feroci, Virgilio/Ferrari, Santo (2010): Codici e leggi D’Italia. Codice Civile 2010 e leggi usuali, Mailand: Hoepli.

Heidegger, Martin (1983): Die Herkunft der Kunst und die Bestimmung des Denkens, in: Denkerfahrungen 1910–1976, Frankfurt/M.: Klostermann.

Heins, Oliver (2008): Maschine und Gesellschaft. Diplomarbeit: http://sopos.org/olli/?einleitung (20.06.2012)

Huinik, Johannes (2005): BA-Studium Soziologie. Ein Lehrbuch, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Ikenberry, G. John (2008): The Rise of China and the Future of the West, in: Journal of Foreign Affairs 87, 1, 23–37.

Nobel Media (2012): All Prizes in Economic Sciences: http://www.nobelprize.org (20.06.2012)

Pelinka, Anton (2004): Grundzüge der Politikwissenschaft, Wien: Böhlau.

Pindyck, Robert S./Rubinfeld, David L. (1998): Mikroökonomie, München: Oldenburg Verlag.

Schmitt, Carl (1963): Der Begriff des Politischen, Hamburg: Duncker und Humblot.

Tiqqun (2007): Kybernetik und Revolte, Zürich: Diaphanes.

Tsai, Kellee (2007): Capitalism Without Democracy. The Private Sector in Contemporary China, New York: Cornell University Press.

Van Marrewijk, Charles (2007): International Economics, New York: Oxford University Press.

Wiener, Norbert (1948): Cybernetics, or Control and Communication in the Animal and the Machine, Cambridge: MIT Press.

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