Neue Medien

1/2009 - Standards in der Medienbildung

Mein Mörder

AutorIn: Susanne Krucsay

Fernsehfilm von Elisabeth Scharang mit Karl Markovics

Abstract

Produktion Wega Film

Vertrieb: Poly film video

Länge: 88 Min.


"Mein Mörder" ist die fiktive Geschichte von Hans, einem Buben, den der regimetreue Direktor ins berüchtigte Heim am Spiegelgrund einweisen lässt. Hier übernimmt ein Arzt namens Mannhart, gespielt von Karl Markovics, die Rolle von Heinrich Gross, die „Erziehungsmaßnahmen“, die die Dokumentation von Zawrel andeutet, werden hier ausgespielt. Hans gelingt  - wie Zawrel -  die Flucht, und wir verfolgen seinen weiteren Lebensweg. Schwer traumatisiert, beziehungsunfähig sinnt er auf Rache – als er seinen ehemaligen Direktor niederschlägt, lässt ihn sein Peiniger vom Spiegelgrund in der Psychiatrie verschwinden. Über eine politische Intervention wird er entlassen, nun folgen Studium, Beziehung(skrisen, bis zu seiner entscheidenden neuerlichen Begegnung mit Manhart.

Während die Dokumentation gerade wegen der Authentizität und teilweise Aussparungen berührt, wirkt die breit ausgespielte Fiktion, die mit renommierten Preisen ausgezeichnet wurde, auf die Rezensentin mit teilweise  eher hilflosen Darstellungen einiger PolitikerInnen  plump und aufgesetzt.

 


 

Dieser Film ist in einer Doppel DVD Edition von poly film video gemeinsam mit "Meine liebe Republik" erhältlich.

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