Schwerpunkt

1/2010 - Medien und Sport

Fußball und Identität in Israel

Die Rolle der Medien im Kontext politisch-kultureller Identitätsbildung und Ausgrenzungsprozesse

AutorIn: Michael Schuster

Fußball als Element der Popularkultur. Oder: Wie der Fußball als Mittel der Unterdrückung eines nationalen Minderheitenbewusstseins dient.

Abstract

Eine gängige These besagt, dass sich im Sport gesellschaftliche Konflikte widerspiegeln. Insbesondere dem Fußball wird unterstellt, eine Arena zur Artikulation und Repräsentation exklusiver Identität nationaler Minderheiten zu bieten. Der vorliegende Artikel widmet sich dem Thema der politisch-kulturellen Identitätsbildung in fragmentierten Gesellschaften. Am Beispiel der arabischen Minderheit in Israel wird dargestellt, dass unter bestimmten gesellschaftlichen Konstellationen der Fußball als Element der Popularkultur dem Staat auch als Mittel der Unterdrückung eines nationalen Minderheitenbewusstseins dienen kann. Unter Zuhilfenahme der Hegemonietheorie Antonio Gramscis kann das Entstehen einer pro-israelischen Identität der arabischen Minderheit - in Abgrenzung zu einer eigenen, arabischen oder widerständigen Identität - im Kontext des Fußballs rekonstruiert werden. Zu diesem Zweck wird aufgezeigt, welche Bedeutungs- und Definitionsmacht hebräische und arabische Sportmedien als Akteure divergierender Bedeutungszuschreibungen in dem Konfliktfeld der Herausbildung politisch-kultureller Identitäten besitzen und ihrerseits vorherrschende Integrations- und Dominanzprozesse beeinflussen.

It is a widespread/popular thesis that sports are a useful means to display social conflicts; in particular it is argued that football offers a platform for the articulation and representation of the identity of ethnic/national/(cultural) minorities. This article focuses on the construction of identity in fragmented societies with the help of politics and culture. With the example of the Arab minority in Israel it is portrayed here, that under particular social circumstances football can be used as an element of popular culture to repress the cultural and political identity of minorities. Gramsci's theory of hegemony explains the construction of a pro-Israel identity among the Arab minority which differs from their own Arab identity. It is shown here to what degree Hebrew and Arab media influence the construction/production of a cultural/political identity within football and how they incluence domination and integrational processes.


Der Sport bietet wie kaum ein anderes alltagskulturelles Thema die Möglichkeit, nationale oder kulturelle Identität auszubilden, zu erhalten oder zu verfestigen. Er wirkt als Katalysator beziehungsweise Verdichter bestehender gesellschaftlicher Verhältnisse. Ein Fußballteam oder sein als charakteristisch empfundenes Spiel gilt als Faksimile einer spezifischen gemeinschaftlichen Existenz, die sich bereits außerhalb der Welt des Fußballs manifestiert hat (Bromberger 2006: 286). Gesellschaftliche Verhältnisse, kollektive Bewusstseinsformen und Utopien finden Eingang in das Spiel und seinen Kontext, wodurch die Gemeinschaft sich ihrer selbst vergewissert, ihre Identität aktualisiert, bestätigt oder in ihr bestärkt wird. Die Repräsentationsleistung, sowohl der eigenen als auch der fremden Mannschaft, erweist sich als überaus mächtig. Die Fähigkeit des Fußballs zur Identitätsstiftung ist daher nahezu raum- und zeitübergreifend: Mit Hilfe des Fußballs werden mannigfaltige vorhandene oder vorgestellte Gemeinschaftszugehörigkeiten im öffentlichen Raum ausgedrückt. So demonstriert beispielsweise in Spanien der F.C. Barcelona die katalanische Eigenständigkeit und die Anhänger von Celtic Glasgow bekunden eine selbstbewusste katholische „Irishness“ in der schottischen Diaspora (Brändle/Koller 2002: 139). Von den genannten Beispielen abgesehen, gibt es eine Reihe weiterer Fußballclubs, die in Nationalstaaten einer ethnischen Minderheit eine Stimme verleihen. In diesem Kontext dienen Fußballstadien sowohl als Refugien politischer Autonomie, als auch als Forum extremer Formen von Regionalismen und Nationalismen. Pointiert formulieren John Sugden & Alan Bairner in der Analyse der nordirischen Sportkultur, dass

“wherever there are national or regional conflicts between societies which share a passion for sports, those conflicts will be in and carried on through respecting sport cultures.” (Sugden/Bairner 1993: 129)

Dennoch kann der Sport unter bestimmten gesellschaftlichen Konstellationen eine dieser These entgegengesetzte Wirkung erzielen. Am Beispiel arabischer Bürger Israels kann aufgezeigt werden, dass Fußball als Element der Popularkultur dem Staat als Mittel der Unterdrückung eines nationalen Minderheitenbewusstseins dienen kann:

„The Palestinian citizens […] tend to use soccer to smooth their tense relations with the Jewish majority rather than to emphasize the tension, and therefore they hide their Palestinian identity in the stadium.” (Sorek 2003b: 417)

Somit kann das Beispiel der arabischen Bürger des jüdischen Staates dazu dienen, im Zusammenhang mit Fußball nicht von einer Reproduktion des Arabisch-Israelischen Konfliktes zu sprechen. Der Fußball stellt vielmehr eine Möglichkeit der Integration in die israelische Gesellschaft dar und wird nicht zum Aufbegehren gegen diskriminierende gesellschaftliche Verhältnisse oder die marginale Stellung der arabisch-palästinensischen Bevölkerung im politischen System Israels genutzt (eine so genannte „integrative enclave“[1]). Doch worin begründet sich das Entstehen einer pro-israelischen Identität der arabischen Minderheit - in Abgrenzung zu einer eigenen, arabischen oder widerständigen Identität - im Kontext des Fußballs?

Gramscis Hegemonietheorie im Kontext bestehender Staatsbürgerschaftsdiskurse

Zur Erklärung dieses Phänomens dient Antonio Gramscis Hegemonietheorie im Kontext bestehender Staatsbürgerschaftsdiskurse. Nach Gramsci lässt sich (Bedeutungs- und Definitions-)Macht, beispielsweise in dem Konfliktfeld der Herausbildung politisch-kultureller Identitäten, nicht (allein) durch politische und ökonomische Unterdrückung und Gewalt ausüben, sondern durch die Konstruktion allgemein anerkannter Definitionen von gesellschaftlichen Beziehungen. Unter maßgeblicher Führung einer herrschenden Gruppe bilden sich innerhalb der Zivilgesellschaft Alltagspraktiken und Überzeugungen heraus, die als „normal“ anerkannt werden und so die Substanz von Hegemonie bilden. Hegemonie ist also "eine von den Partnern gebilligte, anerkannte Führungsfunktion jener Kraft, die sich als hegemoniefähig erweist; Hegemonie beruht auf Zustimmung, […] Anerkennung, auf Konsens seitens derer, auf die sie sich erstreckt [...]“ (Neubert 2001: 66-67)

Hegemoniale Machtverhältnisse sichern sich ihr Bestehen ideologisch mit kulturellen Mitteln, beispielsweise dem Fußball, wonach die Werte und Vorstellungen herrschender Akteure (Mehrheitsgesellschaft) zu einer allgemeingültigen Ideologie werden. Bedeutsam für die ideologische Struktur der Zivilgesellschaft sind – gerade im vorliegenden Beispiel – die den gesellschaftlichen Konsens beeinflussenden und gestaltenden Medien und deren Bezug zum Staatsbürgerschafts- und Identitätsdiskurs. Der zentrale Stellenwert des Fußballs hat unterschiedlichen Medien die Möglichkeit einer divergierenden Bedeutungszuschreibung des Sports gegeben. Das Entstehen einer Enklave der Integration ist nunmehr das Ergebnis eines – medienvermittelten – liberalen Staatsbürgerschaftsdiskurses innerhalb des meritokratischen Systems des Fußballs – entgegen eines ethno-nationalen Diskurses innerhalb der jüdischen Öffentlichkeit – und dem Integrationsbedürfnis der arabischen Minderheit (Sorek 2003a: 424). Anhand der Berichterstattung arabischer und hebräischer Sportmedien wird der Konflikt der Bedeutungszuschreibung nachvollziehbar und es wird deutlich, wodurch die Sportmedien ihren Einfluss auf vorherrschende Integrations- und Dominanzprozesse ausüben.

Hebräische und arabische  Sportmedien als Akteure divergierender Bedeutungszuschreibungen

Auf der Grundlage unterschiedlicher empirischer Studien (Sorek 2003a, 2003b, 2005, Carmeli/Bahr 2003) – insbesondere der Analyse der Sport-Berichterstattung sowohl arabischer als auch hebräischer Medien durch Tamir Sorek – kann belegt werden, dass hebräische Sportmedien den Fußball nutzen, um Israels Selbstverständnis als liberale und vorurteilsfreie Gesellschaft zu artikulieren und diese Vorstellung zu universalisieren. Die arabische Sportpresse hingegen ist trotz ihrer Heterogenität darin einig, arabisches Nationalbewusstsein zu fördern und einen Nationalstolz aufzubauen. Ihre Berichterstattung zielt auf die Hervorhebung arabischer Eigenheiten, die Betonung einer speziellen arabischen Befähigung und die Forderung nach einem solidarischen Verhalten innerhalb der arabischen Gemeinde. Mitunter fordert die arabische Sportpresse offen die gegenseitige Unterstützung und Solidarität der arabischen Anhängerschaft. „Support Your Brother, Either as an Oppressor or as the Oppressed!“ titelte etwa die arabische „Kul al-Arab“ am 16. Oktober 1998 (zit. nach Sorek 2003a: 433). Der Anlass war die deutliche 1:5 Niederlage des arabischen Teams „Ha’poel Taybeh“ gegen die jüdische Mannschaft „Nes-Tsiona“. Ebenso offen wie der Appell des solidarischen Verhaltens, wird eine arabische Ursprünglichkeit der Mannschaften eingefordert. Für den sportlichen Erfolg müsse auf arabische Tugenden und Stärken gesetzt, demnach auf ausländische, vornehmlich jüdische, Spieler verzichtet werden:

“There are many reasons for Taybeh’s location at the table’s bottom and many reasons for its decline from the highest division. One of them (although not the most important) is the abundance of foreign strengthening players that has caused the loss of its Arabness and its particular character that distinguished it among the Arab audience that accompanied the team.” (Fasl al-Maqal, 4./5. Juni 1998 zit. nach Sorek 2003a: 433)

Auch ist für arabische Medien der Gebrauch des Hebräischen für der Herausbildung einer arabischen Identität kontraproduktiv. Maher Awawde, Herausgeber der „Kul al-Arab“, sieht in der Sphäre des Fußballs, speziell aber in der Unterstützung einer Mannschaft mit einer expliziten nationalen Identität, eine herausragende Möglichkeit zur Festigung des arabischen Nationalstolzes.

“I feel senses of failure and embitterment when I enter our Arabic stadiums and the Hebrew language is increasingly heard and when I look upon the players, searching – maybe I will find our children.” (Fasl al-Maqal, 4./5. Juni 1998 zitiert nach Sorek 2003a: 433)

Neben der arabischen Sportpresse sind die hebräischen Sportmedien und die Zuschauer/innen arabischer Herkunft die bedeutenden Akteure, die der Präsenz arabischer Fußballspieler in der israelischen Fußball-Liga divergierende Bedeutungen zuschreiben. Insbesondere die hebräischen Medien und deren herausragende Bedeutung in der israelischen Sportberichterstattung und deren Deutungsmacht nehmen nachhaltig Einfluss auf das Bewusstsein der arabischen Bürger Israels.[2]

In ihrer Berichterstattung sind hebräische Sportmedien um die Konstruktion des Fußballs als integrative Sphäre bemüht. Diesen Bereich kennzeichnet wie bereits erwähnt ein liberaler Diskurs der Staatsbürgerschaft und offenbart vermeintliche Integrationspotentiale in die jüdische Mehrheitsgesellschaft. Es ist das Ziel hebräischer Sportmedien, erfolgreiche arabische Fußballer zu Vorbildern und Helden der arabischen Gesellschaft zu stilisieren. Gerade der Erfolg arabischer Fußballer im israelischen Nationalteam seit den 1970er Jahren hat das Bewusstsein der arabischen Bürger Israels nachhaltig beeinflusst. Sodann symbolisieren sie denkbare Aufstiegschancen und skizzieren einen möglichen Ausweg aus der gesellschaftlichen Marginalität. Dazu bedienen sich die hebräischen Sportmedien speziell der Teilnahme arabischer Fußballspieler im israelischen Team und werten dies als Aufstiegschance und Vollendung eines möglichen Integrationsbestrebens.

„While the Palestinian street sharpens his national identity and hones his opinion, the Arab football players go the opposite way and do their best to be integrated into an Israeli-cosmopolitan environment.” (Yediot Akhronot, 9. April 2000 zit. nach Sorek 2003a: 430)

Infolge der Teilhabe arabischer Sportler am israelischen Sportsystem, der öffentlichen Auszeichnung ihrer Erfolge, wurde auf der Seite der jüdischen Israelis die Vorstellung des „Arabers als Athleten“ in den Medien (hier: Fernsehbeitrag) betont:

“The centrality of football in the relationship between the Arab-Palestinian minority and the Jewish state received notable attention during the fiftieth anniversary celebrations of the state in 1998. The Israeli Broadcast Authorities produced a special television series called Tkuma (redemption), exploring the history of Israel. The chapter about the Arab citizens opened with a black and white film of a football match, showing Rif’at Turk scoring a goal. […] [I]n the separate hall that was dedicated to ‘the Arab of Israel’, the most noticeable characters were the Arab football players.” (Sorek 2003a: 429)

Ihrerseits tragen und prägen die arabischen Fußballfans, Spieler und Funktionäre der arabischen Minderheit den liberalen Diskurs durch ihr zurückhaltendes Verhalten. Sie sind ihrerseits im öffentlichen Diskurs bemüht, die Konstruktion des Fußballs als eine Enklave der Integration aufrechtzuhalten. Dieses Bemühen zeigt sich im intensiven Gebrauch der hebräischen Sprache (innerhalb und außerhalb des Stadions), in der neidlosen Akzeptanz jüdischer Spieler, dem Fehlen palästinensischer Identitätssymbole im Stadion, der Besonnenheit gegenüber jüdischen Provokationen und der Gastfreundschaft gegenüber jüdischen Gästemannschaften.[3] Demnach fühlt sich die arabische Gemeinschaft wegen der Integrationschancen eher der hegemonialen Interpretation des Fußballs verbunden. Das führt bei Sportlern arabischer Herkunft mitunter dazu, dass sogar für die arabische Minderheit so bedeutsame (historische) Geschehnisse wie das „Massaker von Kafr-Kassem“[4] (1956) oder die gewaltsamen Zwischenfälle aus dem Jahr 2000 nicht thematisiert werden oder deren aktuelle Relevanz geleugnet wird. Die Spieler sind bestrebt, ihre arabische Identität zu nivellieren, negieren ihre Verbundenheit zur arabisch-palästinensischen Gemeinde und stellen ihre Identität als Fußballer in den Vordergrund. (vgl. Gilmore 2005: 16) Anstatt bedeutsame Ereignisse zu thematisieren und zu ihrer Verankerung im kollektiven Gedächtnis beizutragen, bringen sie ihre Loyalität zu Israel in den sportlichen Leitmedien zum Ausdruck:

„After an excellent performance in an international match against Austria in October 1998, [the Arab player] Bdeir was shown on Israeli television, wearing the national uniform, stating that he felt pride on hearing the Israeli national anthem. When asked about his grandfather [who was murdered in the Kafre-Kassem massacre in 1956 by Israeli troops], he answered: ‘This matter belongs to the past; we don’t speak about it at home’.” (Sorek 2003a: 429)

Die hebräischen Medien nehmen die freiwillige Negation einer arabisch-palästinensischen Identität auf und zeigen Israel als eine Gesellschaft der Gleichheit und Gleichberechtigung. Sie transportieren die Botschaft:

„[A]lthough we face some difficulties in Jewish-Arab relations, the Arabs in Israel can be ‘normal citizens’. (Yediot Akhronot, 9. April 2000 zit. nach Sorek 2003a: 431)

Abschließende Bemerkungen

Im Rahmen des Beitrags konnte skizziert werden, dass das Entstehen einer Enklave der Integration im Kontext Gramscis Theorie hegemonialer Machtausübung am Beispiel medial vermittelter hegemonialer Ideologien im popularkulturellen Bereich des Fußballs zu erklären ist. Allerdings entspricht dies nur bedingt Gramscis Vorstellung einer weitgespannten kulturellen Hegemonie. Inwieweit ein gesellschaftlicher Konsens auch in anderen Bereichen der Popularkultur in Israel, beispielsweise der Literatur, Kunst und des Theaters vermittelt wird, ist eine der noch offenen Forschungsfragen.


Literatur

Brändle, Fabian/Koller, Christian (2002): Goal! Kultur- und Sozialgeschichte des modernen Fußballs. Zürich: Orell Fuessli.

Bromberger, Christian (2003): Fußball als Weltsicht und Ritual. In: Belliger, Andréa/Krieger, David (Hg.):

Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 285-      302.

Carmeli, Yoram/Bahr, Iris (2003): A Game of three Cities. Negotiating Jewish identity in Israels football fields. In. International Journal of Comparative Sociology (1): 51-79.

Neubert, Harald (2001): Antonio Gramsci: Hegemonie – Zivilgesellschaft – Partei. Eine Einführung. Hamburg: Vsa.

Sorek, Tamir (2002a): The islamic Soccer league in Israel: Setting moral boundaries by taming the wild. in: Identities-Global studies in Culture and Power. (4): 445-469.

Sorek, Tamir (2003a): Arab football as an Integrative Enclave. in: Ethnic and Racial Studies. (3): 422-450.

Sorek, Tamir (2003b): Palestinian nationalism has left the field: A shortened history of Arab Soccer in Israel. in: International Journal of Middle East Studies. (3): 417-437.

Sugden, John/Bairner, Alan (1993): Sport, Sectarianism and Society. Leicester.


[1] T. Sorek beschreibt die “integrative enclave” als: “[A] social sphere that is ruled by a liberal-integrative discourse of citizenship in sharp contrast to the ethnic discourse that rules the Israeli general public sphere” (Sorek 2002: 454). Der Begriff der „integrative enclave“ wird nachstehend mit dem Terminus Enklave der Integration übersetzt.

[2] Die herausragende Bedeutung der hebräischen Medien in der israelischen Sportberichterstattung und deren Deutungsmacht vermag diesen Ansatz zu untermauern. Einer Erhebung Soreks zufolge konsumieren 37 Prozent der arabischen Männer zwischen 18 und 50 Jahren die hebräischen Sportmedien, 22 Prozent lesen sowohl arabisch- als auch hebräischsprachige Sportartikel und lediglich 15 Prozent dieser Zielgruppe beziehen ihre Informationen aus der arabischen Sportpresse. (Sorek 2003a: 442)

[3] Zur Fragilität des Zustandes vgl. Carmeli/Bahr 2003: 51-79

[4] Das „Massaker von Kafr-Kassem“ ereignete sich am 29.Oktober 1956 in der israelisch-arabischen Siedlung von Kafr-Kassem. In den Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern der Siedlung und der „Israel Border Police“ starben 48 arabische Zivilisten.

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