Neue Medien

2/2009 - Computerspiele

Kompetenzentwicklung im Internet

Anja Johanning

AutorIn: Clemens Hüffel

Fallstudie über eine Community of Practice

Band 35 der Reihe Internet Research

Abstract

Nomos Verlagsgesellschaft

Baden-Baden

2009


Die vorliegende Publikation ist eine Dissertation, die sich der Arbeit „Communities of Practice“ widmet, wo sich Angehörige von Berufen aus unterschiedlichen Unternehmen treffen und sich nach dem „Peer-to-Peer“-Prinzip über ihren Arbeitsalltag austauschen. Die Arbeit ist ein Beispiel dafür, wie sich im Internet Menschen vernetzen und wechselseitig unterstützen, ohne auf professionelle Hilfe zugreifen zu müssen.

Die Autorin geht davon aus, dass die zunehmenden Wünsche an Erwerbstätige, sich lebenslang wettbewerbsfähig zu halten, in der Herausforderung gebündelt seien, sich in verschiedenen, sich dynamisch verändernden, unüberschaubaren gesellschaftlichen Kontexten selbst organisieren zu können und zu wollen. Die konkrete Forschungsfrage lautet: Welche Rolle können organisationsübergreifende „Online-Communities of Practice“ in der individuellen Kompetenzentwicklung ihrer Mitglieder übernehmen?

Die zentrale Erhebungsmethode der Autorin bildet die leitfadengestützte Befragung. Für die Befragung wurden 13 Mitglieder aus „sekretaria.de“ und „sekretariat-plus.de“ gewonnen, die sowohl den Kern der Grundgesamtheit (periphere User) als auch abweichende Vertreter von der Grundgesamtheit (aktive User und Kernuser) umfassten. Die Erhebungsmethode wurde durch eine quantitative Inhaltsanalyse formaler und inhaltlicher Aspekte der untersuchten „Online-Community of Practice“ „sekretaria.de“ gerahmt.

Bei der Community-Plattform „sekretaria.de“ handelt es sich um eine Praxisgemeinschaft, die vor dem heutigen Internetzeitalter des Web 2.0 entstanden ist und sich bis heute auch nicht wesentlich verändert hat.

Über einen fünfmonatigen Beobachtungszeitrum (November 2005 bis April 2006) hinweg wurden in dem thematisch gegliederten „sekretaria.de“-Forum im Durchschnitt sechs Diskussionsforen pro Tag eröffnet. Insgesamt belief sich das tägliche Beitragsaufkommen, bestehend aus Initiativ-, Feedback- und Antwortbeiträgen über alle Themen, im Durchschnitt auf 35 Postings.

Diese Arbeit ist ein Beleg dafür, dass das Internet unsere Kommunikationsverhältnisse stark verändert. Technische aber auch ökonomische Barrieren behindern nicht mehr den Zugang zur Öffentlichkeit. Es kann sich jeder öffentlich zu Wort melden.

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