Schwerpunkt

3/2017 - Medien und Flucht – Medienpädagogische Perspektiven

WeReport - Social Participation of Young Refugees Using Digital Media

AutorIn: Jan Graf

Jan Graf stellt im vorliegenden Beitrag das Jugendhilfe-Projekt WeReport vor, ein von der UNO-Flüchtlingshilfe gefördertes, digitales Partizipationsprojekt mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, das für Medienpädagog*innen von großem Interesse ist ...

Abstract

Im vorliegenden Beitrag wird das Jugendhilfe-Projekt WeReport vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein von der UNO-Flüchtlingshilfe gefördertes, digitales Partizipationsprojekt mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten. Nach der Darstellung des Projekthintergrundes wird neben einer Erläuterung des theoretischen Bezugsrahmens der konkrete Projektverlauf geschildert. In einem kurzen Resümee und Ausblick wird abschließend der bisherige Verlauf zusammenfassend reflektiert. Dabei wird auf die Notwendigkeit informeller digitaler Bildungsprozesse für junge Geflüchtete hingewiesen. Für den weiteren Projektverlauf wird eine zusätzliche sozialgeographische Perspektive ins Auge gefasst.

This article analyses the Youth Welfare Services Project WeReport. This digital participation project for minor unaccompanied refugees is supported by UN Refugee Agency. After taking a detailed look on the project´s background, the second part is dedicated to a brief examination of the theoretical framework of the project. Finally in a short résumé, the progress to date of the project will be evaluated, underlining the importance of informal media education for young refugees. For the further project development, an additional socio-geographic perspective will be integrated to the project`s agenda.


1. Zum Hintergrund des Projektes

Für die deutsche Kinder- und Jugendhilfe stellen weder minderjährige Geflüchtete noch das Medienhandeln junger Menschen je für sich genommen neue Handlungsfelder dar. Mit dem Aufkommen und der Nutzung digitaler Technologien sowie dem Ausmaß der jüngeren Flucht- und Migrationsbewegungen erweisen sich beide Thematiken jedoch als neu zu betrachtende Herausforderungen. Denn in der pädagogischen Arbeit mit jungen Geflüchteten ist die enge inhaltliche Verbindung beider Aspekte, wie auch die damit verbundenen Chancen gesellschaftlicher Teilhabe für diese jungen Menschen, besonders deutlich geworden.

1.1 Seperated children in der Kinder- und Jugendhilfe

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne Sorgeberechtigte einreisen, werden in der Bundesrepublik als unbegleitete minderjährige Ausländer, international als seperated children, bezeichnet. Diese Kinder und Jugendlichen gelten nach allgemeinen internationalen Standards als eine besonders vulnerable Personengruppe. Nach deutschem Recht fallen diese Kinder und Jugendlichen unter die Zuständigkeit des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (Sozialgesetzbuch VIII). Ebenso sind die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonventionen anzuwenden. Damit besteht formalrechtlich kein Unterschied zwischen einem Minderjährigen mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit (vgl. Wapler 2015: 561). Dies bedeutet zunächst, dass diese Kinder und Jugendlichen nicht in Sammelunterkünfte für Geflüchtete aufgenommen werden dürfen, sondern von Einrichtungen der Jugendhilfe in Obhut genommen werden und im Anschluss erzieherische Hilfen in Form von Heimerziehung, Wohngemeinschaften oder Pflegefamilien erhalten. Im Jahr 2015 wurden 42.309 unbegleitete Minderjährige durch die deutschen Jugendämter in Obhut genommen. Die Aufnahme in die Kinder- und Jugendhilfe aufgrund der unbegleiteten Einreise bildete damit die häufigste Ursache für Inobhutnahmen. Auch wenn seit Beginn des Jahres 2016 deutlich weniger unbegleitete Jugendliche die Bundesrepublik erreichen, verbleiben die Zahlen auf hohem Niveau. Derzeit werden rund 70.000 minderjährige Flüchtlinge sowie junge Volljährige in Maßnahmen der deutschen Kinder- und Jugendhilfe betreut. Der überwiegende Teil der jungen Menschen stammt gegenwärtig aus den Ländern Afghanistan, Syrien, Irak, Eritrea und Somalia (vgl. B-umF: 2016). Zunehmend jedoch spielen auch Länder Zentral- und Westafrikas als Herkunftsländer eine wichtige Rolle.

Das Ankommen dieser jungen Menschen erfolgt unter erschwerten Bedingungen. Neben den belastenden Erfahrungen vor und während der Flucht, der Trennung von den Eltern sowie der Sprachbarriere sind es vor allem strukturelle Faktoren, die das Einfinden in die Aufnahmegesellschaft erschweren. Ungewisse Aufenthaltsbedingungen, die damit verbundenen gesetzlichen Regelungen sowie die strukturelle Diskriminierung in Schulen und Behörden erschweren den Zugang zu Teilhabemöglichkeiten und begrenzen die Möglichkeiten zur Gestaltung der eigenen Lebenswelt: „sie [...] fühlen sich daher oft machtlos und außerstande, auf die Entscheidungen, die sich auf ihr tägliches Lebens auswirken, Einfluss zu nehmen“ (Europäische Kommission 2003:10, zit. nach Moser 2010:171). Hinzu kommt, dass die Jugendlichen zunächst nicht wissen, ob sie an ihren Ankunftsort bleiben dürfen. Seit dem 1. November 2015 werden unbegleitete minderjährige Ausländer nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel bundesweit verteilt. Viele unbegleitete Minderjährige werden dadurch gegen ihren Willen von anderen Jugendlichen getrennt und an Lebensorten mit höchst unterschiedlichen Gegebenheiten und infrastrukturellen Voraussetzungen, etwa im Bereich der schulischen und beruflichen Bildung oder Freizeitmöglichkeiten, untergebracht. Zudem sind viele der Kinder und Jugendlichen von ihren Familien sehr gezielt zu bereits in Deutschland lebenden Verwandten oder Freunden auf die Flucht geschickt worden. Werden diese jungen Geflüchteten in andere Bundesländer und /oder Kommunen verteilt, fehlen damit wesentliche Kontakte, und sie finden sich teilweise allein, zu zweit oder zu dritt weitestgehend isoliert in kleineren Gemeinden im ländlichen Raum wieder. Aktuell steht außerdem eine Reform des Sozialgesetzbuches VIII an, die zu einer weiteren, grundsätzlichen Beeinträchtigung bzw. Benachteiligung junger Geflüchteter führen kann. Im April 2017 hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, in dem u. a. eine Veränderung bei der Kostenerstattung für minderjährige Geflüchtete vorgesehen ist. Der Bundesfachverband für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (B-umF) sowie weitere Jugendhilfeverbände und Kinderrechtsorganisationen befürchten in diesem Zusammenhang zu Recht weitere Einschränkungen: “Leistungen an unbegleitete minderjährige Flüchtlingen würden dann nicht mehr nach Bedarf, sondern nach Kasse gewährt und Sondereinrichtungen würden zur Regel“ (B-umF 2017).

Mit Blick auf diese Einschränkungen scheint es daher umso dringlicher für diese jungen Menschen Teilhabemöglichkeiten zu eröffnen und sie möglichst eigenständig Gestaltungs- und Bildungsprozesse erschließen und gestalten zu lassen. Auf diese Weise erhalten junge Geflüchtete eine realistische Chance, sich ihre Lebenswelt rasch und nachhaltig anzueignen.

1.2 Digitale Medien und seperated children

Der jüngste Kinder- und Jugendbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) widmet dem Thema digitale Medien ein eigenes Kapitel. Im Kontext gesellschaftlicher Teilhabe erlangen demnach digitale Medien für Kinder und Jugendliche insgesamt eine zunehmend größere Bedeutung (vgl. BMFSFJ 2017: 273-278).  Im Internet machen Jugendliche Erfahrungen von Selbstwirksamkeit, können ihre eigenen Sichtweisen einbringen und finden Freiräume für Autonomie und Verselbstständigung. Wie auch die entsprechende Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums (BJK) betont, bilden insbesondere soziale Medien einen wichtigen Rahmen, in denen Jugendliche ihre altersspezifischen Entwicklungsaufgaben bewältigen. Gleichzeitig wird ein kompetenter Umgang mit Medien immer mehr zu einer elementaren Voraussetzung, um am sozialen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen (vgl. BJK 2016: 6-10).

Für unbegleitete Minderjährige gilt dies in besonderem Maße. Ohne Smartphone und entsprechende internetgestützte soziale Netzwerke wäre die Flucht vieler junger Menschen kaum oder überhaupt nicht möglich gewesen.

Aber auch in Deutschland angekommen, sind die Mobilgeräte und ein Zugang zum Netz unverzichtbar. Nach der Ankunft nehmen digitale Medien im Alltag junger Geflüchteter wichtige Organisationsfunktionen ein. Digitale Wörterbücher, interaktive Karten und Facebook-Gruppen helfen bei der ersten Orientierung und bieten die Möglichkeit, sich selbstständig im neuen Umfeld zu bewegen. Gleiches gilt für die Aneignung der Sprache. Neben dem Deutschunterricht in der Schule oder in Sprachkursen nutzen die Jugendlichen eine Vielzahl unterschiedlicher Übersetzungs- und Lern-Apps. Skype, WhatsApp und Chat-Programme ermöglichen den regelmäßigen und kostenfreien Kontakt zwischen den räumlich verteilt lebenden Familienmitgliedern sowie ihren Freunden und Verwandten in Deutschland. Vor allem aber helfen die Mobilgeräte den Jugendlichen – zwischen (vorläufiger) Inobhutnahme, möglicher Umverteilung und eventuellem Asylverfahren – ein gewisses Maß an Eigenständigkeit zu bewahren. Außerdem eröffnet der Netzzugang Räume, in denen die Jugendlichen sich mit den Gepflogenheiten der Aufnahmegesellschaft auseinandersetzen und neue Aspekte ihrer Identität erproben können. Die Nutzung digitaler Medien trägt somit als informelle Bildungspraktik auf verschiedene Weisen zur Bewältigung des Alltags junger Geflüchteter bei (vgl. Kutscher /Kreß 2017). In den vergangenen zwei Jahren sind vor diesem Hintergrund einige Informationsangebote und Wegweiser entstanden, die neben allgemeinen auch spezifische Informationen, z. B. zu ausländerrechtlichen Fragen bieten. Dennoch ist in der Praxis zu beobachten, dass die Jugendlichen überwiegend auf digitale Informationsangebote aus dem eigenen kulturellen Umfeld bzw. ihrem Heimatland zurückgreifen, selbst wenn diese einen sehr viel geringeren und teilweise auch falschen Informationsgehalt aufweisen. Als einen der Gründe für dieses Phänomen geben die Jugendlichen selbst eine gewisse grundsätzliche Skepsis im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit offizieller bzw. behördlicher oder anderer institutioneller Stellen an.

Ferner ist darauf aufmerksam zu machen, dass die hohe Bedeutung digitaler Medien oftmals in einem deutlichen Kontrast zu den tatsächlich vorhandenen medialen Kompetenzen der jungen Menschen steht. Jugendlichen des WeReport-Projekts, die sich problemlos mithilfe ihres Smartphones durch eine fremde Stadt navigieren, unterschiedliche Verkehrsverbindungen in Sekundenschnelle vergleichen und dabei gleichzeitig mit mehreren WhatsApp-Gruppen kommunizieren, war z.B. Wikipedia völlig unbekannt. Hinzu kommt bei vielen Jugendlichen eine ausgesprochen geringe Sensibilität für den Schutz ihrer persönlichen Daten (vgl. Kutscher 2015: 3). Ein Sachverhalt, der im Kontext der Aufenthaltsbestimmung bzw. des Asylverfahrens besondere Bedeutung erlangen kann.

Umso wesentlicher wird aus den genannten Gründen die Stärkung der Medienkompetenz mit Blick auf die Nutzung der positiven Potenziale des Internets, um junge Geflüchtete auch auf diese Weise gezielt zur gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen.

2. Das WeReport-Projekt

Das digitale Partizipationsprojekt WeReport ist im Kontext eines diakonischen Trägerverbundes entwickelt worden. Ausgangspunkt des Projektes waren die in den Jahren 2015 und 2016 stark ansteigenden Inobhutnahmen minderjähriger Geflüchteter innerhalb der sich im Trägerverbund befindlichen Ev. Jugendhilfe Godesheim gGmbH. Dies wiederum war Anlass, innerhalb des Verbundes die Initiative stadtgrenzenlos zu gründen, aus der zwischenzeitlich eine eigenständige, gemeinnützige Gesellschaft im diakonischen Hilfeverbund entstanden ist

2.1 Die konkrete Situation in der Ev. Jugendhilfe Godesheim, Bonn

Bei der Ev. Jugendhilfe Godesheim handelt es sich um einen diakonischen Jugendhilfeträger, dessen historische Wurzeln bis in die Gründungszeit heutiger Kinder- und Jugendhilfe im 19. Jahrhundert zurückreichen. Heute gehört die Ev. Jugendhilfe Godesheim einem größeren diakonischen Trägerverbund an. Mehr als vierhundert Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe bieten ein fachlich wie auch sozialräumlich differenziertes System ambulanter, teilstationärer und stationärer pädagogischer und therapeutischer Hilfen im Großraum Köln, Bonn, Rhein-Sieg sowie dem nördlichen Rheinland-Pfalz an. Im Rahmen der sogenannten Vorläufigen Inobhutnahme gemäß § 42a Sozialgesetzbuch VIII sowie auch in anschließenden Clearing-, Wohn- und Verselbstständigungsangeboten sind seit dem Jahre 2015 insgesamt mehrere hundert minderjährige Geflüchtete aus unterschiedlichsten Krisengebieten und Herkunftsländern aufgenommen, pädagogisch und schulisch begleitet sowie im Bedarfsfall in angeschlossenen medizinischen Einrichtungen therapeutisch behandelt worden.

2.2 stadtgrenzenlos

Mit stadtgrenzenlos werden neue Formen der digitalen Beteiligung erprobt. Die Zielsetzung besteht darin, den geflüchteten Jugendlichen Zugänge zu ihrer Stadt, ihrer Kommune, zu eröffnen und gleichzeitig Lösungen für die alltägliche Jugendhilfepraxis zu erarbeiten.

Die stadtgrenzenlos gGmbH wurde von Beginn an interdisziplinär ausgerichtet. Demensprechend sind Vertreter unterschiedlicher Professionen aus dem Bereich  Sozialpädagogik und Sozialgeographie, ebenso aber Europawissenschaft, Wirtschaftswissenschaft usw. in der gemeinnützigen Gesellschaft beschäftigt. Unmittelbare Kooperationen und entsprechende Vernetzungen bestehen u. a. mit einem Medienunternehmen, sowie dem Bonner Institut für Migrationsforschung und interkulturelles Lernen, der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW und dem B-umF.

Innerhalb der stadtgrenzenlos gGmbH konnten zwischenzeitlich verschiedene Projekte angelegt werden, die sich mit den Chancen, aber auch den Risiken digitaler Technologien innerhalb sozialer Dienste auseinandersetzen.

2.3 Handlungsleitende theoretische Bezugspunkte des WeReport-Projekts

Das Projekt WeReport knüpft an die fundamentale Bedeutung digitaler Medien in der Lebenswelt der Jugendlichen an und unterstützt sie dabei, ihre neue Stadt, in diesem Falle insbesondere die Stadt Bonn, Schritt für Schritt eigenständig zu erschließen. Aufbauend auf den vorhandenen Medienkompetenzen berichten die Jugendlichen als WeReporter aus ihrer Kommune, erstellen Reportagen, Interviews und Artikel und setzten sich – in Form von Fotostorys sowie Kurzfilmen – kreativ mit verschiedenen Aspekten des Lebens in Deutschland auseinander. Im Vordergrund stehen dabei die Fragen: Wie funktioniert Deutschland? Wie funktioniert meine Stadt? Die gemeinsame Gestaltung der Beiträge soll den Projektteilnehmern die Möglichkeit bieten, Kenntnisse zu vertiefen, neue Techniken zu erproben und gleichzeitig einen Überblick über mögliche zukünftige Berufe zu erhalten. Ebenso soll die Medienarbeit einen Rahmen schaffen, um neue Räume und Kontakte in der Stadt zu erschließen, Deutschkenntnisse zu verbessern, Freundschaften zu schließen und sich über Erfahrungen auszutauschen. Die Ergebnisse der einzelnen Reporterteams werden anschließend auf der Website stadtgrenzenlos.de veröffentlicht und können neu ankommenden Jugendlichen als authentische sowie glaubwürdige Orientierungshilfe dienen.

Innerhalb des Projektes werden die Teilnehmer prinzipiell nicht auf ihren Status als Geflüchtete reduziert, sondern primär als junge Menschen innerhalb der Jugendhilfe betrachtet. Dementsprechend erfolgt eine grundlegende theoretische Orientierung anhand der sogenannten Struktur- und Handlungsmaximen der Kinder- und Jugendhilfe. Diese Maximen finden sich bereits im 8. Jugendbericht der Bundesregierung aus dem Jahre 1990 und haben ihren theoretischen Hintergrund wiederum in einem lebensweltorientierten Ansatz Sozialer Arbeit, der maßgeblich von dem Erziehungswissenschaftler H. Thiersch ausgestaltet worden ist.

Die Lebensweltorientierung rückt bewusst von einer defizitorientierten Perspektive auf die Lebenssituation der Betroffenen ab und verlagert den Fokus auf die unmittelbaren Erfordernisse und Bewältigungsstrategien des Alltags sowie vor allem auch auf das Selbstverständnis der Menschen. „Die Frage nach der Lebenswelt zielt auf Deutungs- und Handlungsmuster, in denen Menschen sich vorfinden und in denen sie agieren, sie zielt demnach auf Subjektivität“ (Thiersch 1998: 84). Lebenswelt wird hierbei als „Ergebnis subjektiver Weltaneignung“ (Kraus 2014: 63) verstanden. In gewisser Weise ergänzt wurde dieses Paradigma durch das soziologisch ausgerichtete Konzept der Lebensbewältigung von L. Böhnisch. Dieser Ansatz betrachtet den Menschen vornehmlich in seiner Rolle und Funktion als Individuum in einer sich beschleunigenden, postmodernen Gesellschaft. Das Leben in einer zunehmend sozial gespaltenen, mit vielfältigen sozialen Risiken behafteten Gesellschaft bedeutet demnach für das Individuum vor allem den Verlust von Sicherheit und sozialer Zugehörigkeit. „Der Mensch wird in ein doppelbödiges Soziales freigesetzt und muss damit zurechtkommen“ (Böhnisch 2012: 220).

Auch für die spezifische Lebenssituation junger Geflüchteter erweisen sich die hier nur sehr knapp angedeuteten Ansätze der Lebensweltorientierung bzw. Lebensbewältigung damit grundsätzlich als relevante theoretische Bezugspunkte. Dies trifft insbesondere auf die Partizipation als handlungsleitende Maxime zu. Denn abgesehen davon, dass Partizipation nicht nur als Grundorientierung u. a. verbindlich im deutschen Kinder- und Jugendhilferecht (§ 8 SGB VIII) und in der UN-Kinderrechtskonvention (insbesondere Artikel 12) festgeschrieben ist, ergeben sich gerade mit Blick auf die bereits skizzierten erschwerten Teilhabemöglichkeiten unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter weitere zu beachtende Aspekte. Zu nennen sind einmal die besonderen Schwierigkeiten im Rahmen der allgemeinen jugendspezifischen Entwicklungsaufgabe der Loslösung vom Elternhaus und der damit verbundenen eigenen Identitätsentwicklung. Dies stellt sich bedingt durch die räumliche Trennung von Familie und dem bislang gewohnten kulturellen Umfeld mit den dazugehörigen Normen und Werten als enorme Herausforderung für die jungen Menschen dar. Rohr und Schnabel sprechen in diesem Zusammenhang von flüchtigen Identitäten (vgl. Rohr/Schnabel 2000: 355). In einem neuen sozialen und kulturellen Umfeld wird ein partizipativer Grundansatz daher zu einem besonderen Erfordernis für eine gelingende Identitätsentwicklung.

Zum anderen ist auf die spezifischen Herausforderungen im Rahmen des gesamten Integrationsprozesses hinzuweisen.  Es erscheint daher umso dringlicher und notwendiger, dass diesen jungen Menschen der Zugang zu Teilhabemöglichkeiten durch eine partizipative pädagogische Grundhaltung und adäquate partizipative Methodik erleichtert wird. Innerhalb des WeReport-Projektes kommt in diesem Zusammenhang den oben erwähnten Möglichkeiten digitaler Partizipation dadurch eine herausragende Bedeutung zu.

2.4 Bisheriger Projektverlauf

Noch vor dem eigentlichen Start von WeReport im November 2016 bot ein Medienworkshop, der gemeinsam mit der Fachstelle Jugendmedienkultur NRW organisiert wurde, einen gelungenen Einstieg in das Projekt. Insgesamt 18 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus unterschiedlichen Wohngruppen der Ev. Jugendhilfe Godesheim nahmen an dem Workshop am Wochenende vom 26. August 2016 bis zum 28. August 2016 in Königswinter teil. In zwei Workshop-Modulen erarbeiteten die Teilnehmer Grundlagen im Umgang mit der Ton- und Videotechnik und erstellten erste Probeaufnahmen. Unter dem Motto typisch deutsch entstanden im Anschluss mehrere Interviews, in denen die Teilnehmer sich gegenseitig zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen befragten.

Zwölf der 18 Workshop-Teilnehmer nahmen am ersten offiziellen Treffen der Projektgruppe am 02. November 2016 teil. Seit November 2016 kommt die Projektgruppe jeden Mittwochnachmittag zu einem zweistündigen Redaktionstreffen im Gustav 2.0, der Digitalwerkstatt von stadtgrenzenlos im Gustav-Heinemann-Haus, Bonn-Tannenbusch, zusammen. Hinzu kommen Ausflüge, Veranstaltungsbesuche sowie Interviewtermine, die zusätzlich zu den wöchentlichen Treffen stattfinden. Ebenso trifft sich ein Teil der Projektgruppe in regelmäßigen Abständen, um das entstandene Bildmaterial zu schneiden und zu bearbeiten.

Die Themenpalette sowie das Format der Beiträge sind breit gefächert. Neben Interviews, Veranstaltungsberichten und kürzeren Artikeln entstehen ebenso Beiträge, die sich kreativ mit dem Thema Ankommen auseinandersetzen. Nach der Fertigstellung eines Beitrags werden während der Redaktionssitzungen gemeinsam neue Themen diskutiert, ein grober Zeitplan aufgestellt und die Aufgaben innerhalb der Gruppe verteilt. Bei der Gestaltung der Beiträge werden jeweils neue Inhalte und Techniken vorgestellt, die anschließend in praktischen Übungen verfestigt werden. Die Erstellung der Fotostory Ein großer Schock wurde beispielsweise mit einer Einführung in die Kameratechnik einschließlich der verschiedenen Einstellungsgrößen verbunden. Seit November vergangenen Jahres sind im Projekt 15 einzelne Beiträge entstanden, zwei weitere befinden sich noch in der Bearbeitung. Im Folgenden werden fünf Beiträge exemplarisch vorgestellt:

  • Aufbauend auf den Ergebnissen des Medienworkshops begann die Projektgruppe mit der Gestaltung einer Fotostory zum Thema die Sprachbarriere. In einem ersten Schritt wurden Ideen gesammelt und ein kurzes Storyboard erstellt. Nachdem eine Story ausgewählt und die Rollen in der Gruppe verteilt waren, folgte eine kurze Einführung in die Nutzung der Kameras sowie ein Überblick über die verschiedenen Einstellungsgrößen. Die Aufnahmen für die Geschichte entstanden an zwei Nachmittagen und wurden von den Jugendlichen später mit der App StripDesign zusammengefügt.

  • Parallel zu der Erstellung der Fotostory wurde mit der Arbeit an der WeReporter-Map begonnen. Mithilfe der App Mymaps von Google erstellen die Jugendlichen ihre eigene digitale Karte von Bonn und beschreiben interessante sowie wichtige Orte in Form von Texten, kurzen Videoclips und Fotos. An zwei Nachmittagen traf sich das Team in der Bonner Innenstadt und sammelte erste points of interest. Die Gestaltung der Karte wurde mit dem Aufbau eines Redaktionssystems verbunden. Hierzu erstellten alle Teilnehmer eigene Google-Mailadressen, die mit einem gemeinsamen GoogleDrive-Ordner verknüpft wurden. Auf diese Weise können alle WeReporter auf Fotos und Videos des Projekts zugreifen und eigenständig neue Punkte in die Karte eintragen. Die Karte wird weiterhin befüllt und soll nach den Sommerferien 2017 veröffentlicht werden.

  • Am 16. März 2017 nahm das WeReporter-Team an der Konferenz im Godesheim teil. Während der Veranstaltung mit mehr als einhundert pädagogischen Fachkräften wurden Mitarbeiter der Ev. Jugendhilfe Godesheim von den Jugendlichen zu ihrer eigenen Mediennutzung befragt. Die Interviews wurden im Schnellverfahren bearbeitet und zum Abschluss der Konferenz auf einer großen Leinwand gezeigt.

  • Das WeReporter-Team war vom 28.-30. März 2017 zu Gast beim 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf und stellte erste Ergebnisse des Projekts auf der Messe vor. Die verbleibende Zeit wurde genutzt, um insgesamt sechs Interviews mit verschiedenen Organisationen zu führen; u. a. mit dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

  • Seit Mitte Mai arbeitet das Team an dem bislang umfangreichsten Beitrag. In dem Kurzfilm Sag einfach ja, setzen sich die Jugendlichen auf humorvolle Weise mit ihren Erfahrungen mit deutschen Behörden auseinander. Nach der Ausarbeitung eines umfassenden Storyboards folgten als Vorbereitung auf den Dreh weitere Übungen zum Einsatz der Kamera- und Tontechnik sowie eine Einführung in die Bildbearbeitung mit Photoshop. Nach acht Drehtagen sind die Aufnahmen für den Film fast abgeschlossen. Anschließend wird das Videomaterial von zwei Gruppen bearbeitet und mit Effekten versehen. Die Filmpremiere ist in der zweiten Septemberhälfte geplant.

Die beschriebenen Beiträge sowie weitere Ergebnisse des Projekts finden sich unter der Internetadresse: http://stadtgrenzenlos.de/category/wereporter/.

2.5 Projektgruppe und Herausforderungen

Seit Projektbeginn hat sich die Zusammensetzung des Teams mehrfach geändert. Einige Teilnehmer, die von Projektbeginn an dabei waren, wurden in andere Städte und Kommunen umverteilt. Andere können aufgrund ihrer Verpflichtungen in der Schule, im Deutschkurs oder der Ausbildung nicht mehr zu den Redaktionssitzungen kommen. So schwankt die Gruppengröße seit dem Start zwischen sechs und sechzehn Teilnehmern.

Momentan nehmen zehn junge Männer aus Syrien, Afghanistan, Iran und dem Irak im Alter zwischen 15 und 22 Jahren regelmäßig an den Sitzungen teil. Alle Teilnehmer sind als Geflüchtete nach Deutschland gekommen, aber nur etwa die Hälfte wird derzeit in Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe betreut. Drei Jugendliche leben mit ihren Familien in Flüchtlingsunterkünften. Weiter nehmen vier junge Volljährige, die zuvor in Wohngruppen der Ev. Jugendhilfe Godesheim gelebt haben, an den Redaktionssitzungen teil. Das Projekt bietet damit auch die Möglichkeit der Teilnahme für Careleaver und weitere junge Geflüchtete in Bonn und Umgebung.

So vielfältig wie die Themen der Redaktion sind auch die Interessen, Deutschkenntnisse und Medienkompetenzen der Teilnehmer. Bei den Treffen teilt sich das Team daher oft in zwei Gruppen auf und arbeitet parallel an unterschiedlichen Beiträgen. Während einige Jugendliche Spaß an der Arbeit vor der Kamera haben, interessieren sich andere Teammitglieder in erster Linie für die technische Umsetzung und Bearbeitung der Videos.

Trotz des großen Altersunterschieds und den unterschiedlichen sprachlichen Kompetenzen funktioniert die Zusammenarbeit in den Kleingruppen zumeist sehr gut. Allerdings gestaltet sich die Planung der Aktivitäten aufgrund des häufigen Wechsels in der Zusammensetzung der Projektgruppe oftmals schwierig. Der Aufbau sowie die Inhalte der Beiträge müssen stets an die aktuelle Zusammensetzung des Teams angepasst werden. Außerdem müssen neue Teammitglieder zunächst in das Projekt, die Techniken und das aktuelle Thema eingeführt werden. Zudem ist es wichtig, bei der Aufgabenverteilung sensibel auf die individuellen Stärken und Schwächen der Jugendlichen einzugehen. Zwar eignen sich gerade Foto- und Videoprojekte sehr gut, um Verständigungsbarrieren zu überbrücken, dennoch muss darauf geachtet werden, die Jugendlichen mit ihrem Job nicht zu überfordern. Auch der Kontakt zu den Sorgeberechtigten bzw. Vormündern der Teilnehmer gestaltet sich nicht immer ganz einfach. Um Bildmaterial von den minderjährigen Teilnehmern ins Netz stellen zu können, müssen Sorgeberechtigte bzw. Vormünder der Veröffentlichung zustimmen. Dabei hat sich bisher noch niemand explizit gegen eine Veröffentlichung von Bildern oder Videos ausgesprochen. Jedoch erfolgt in vielen Fällen - trotz mehrfacher Versuche - schlicht keine Rückmeldung. Das entstandene Bildmaterial muss dann entsprechend angepasst werden, um es dennoch auf der Website stadtgrenzenlos.de veröffentlichen zu können.

In jüngster Zeit wird die Projektarbeit durch drei geflüchtete junge Frauen bereichert, die nach erstem vorsichtigen Interesse zwischenzeitlich eigene Funktionen und Rollen im Team übernehmen.

3. Resümee und Ausblick

Im bisherigen Projektverlauf hat sich die fundamentale Bedeutung digitaler Medien für die Teilhabe junger Geflüchteter und die damit einhergehende Notwendigkeit gezielter Medienarbeit gezeigt. Solche gezielte Medienarbeit im Sinne der Medienbildung vollzieht sich als integraler Bestandteil innerhalb des WeReport-Projektes. So lernen die Jugendlichen z.B. die Nutzung eines E-Mail-Accounts, um gemeinsam auf ein Google-Drive-Laufwerk zum Austausch von Projektdaten zugreifen zu können.

Ebenso hat sich die Orientierung an jugendhilfespezifischen Handlungsgrundsätzen, insbesondere einer grundlegend partizipativen Ausrichtung bestätigt. Darüber hinaus ist ein weiterer, bislang möglicherweise zu wenig beachteter Aspekt hervorgetreten. Neben der Aneignung medialer Kompetenzen ist als ebenso gewichtiger Faktor die identitätsbildende Funktion der Projektarbeit hervorzuheben. Im Produktionsprozess des oben erwähnten Kurzfilms Sag einfach Ja oder auch innerhalb der Fotostory Ein großer Schock verarbeiten die Jugendlichen ihre Erfahrungen nicht nur auf unmittelbar psychischer Ebene, sondern nehmen gleichzeitig auch eine gewisse Metaebene zum Geschehen ein. Mittels der autarken Gestaltung der Szenen und Darstellungsmittel durchbrechen die Jugendlichen situativ die ihnen vorgegebenen gesellschaftlichen Rollenmuster und Hierarchien, gewinnen Distanz zu den sie beherrschenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und erleben sich damit als Akteure und Gestalter ihrer Lebenswelt.

Das Medienhandeln junger Geflüchteter verdeutlicht die enge Verknüpfung medialer Interaktion und bislang nicht-medialen lebensweltlichen Bezügen. Daher wird zunehmend versucht, die Medienaneignung von Jugendlichen und die Aneignung von Sozialräumen miteinander in Verbindung zu bringen (vgl. Brüggen/Schemmerling 2016).

Für den künftigen Verlauf des Projektes und damit auch für die Ausgestaltung weiterer integrativer Angebote, bedeutet dies die Einbeziehung einer zusätzlichen jugendhilfespezifischen Handlungsmaxime: der sozialräumlichen Orientierung (Noak 2016: 443). Hierbei dürfte es sich im Sinne der interdisziplinären Projektausrichtung als hilfreich erweisen, eine zusätzliche sozialgeographische Perspektive einzunehmen, da der Raumbegriff eine gemeinsame und zentrale Bezugsgröße der Themenbereiche Flucht, Medien und Teilhabe bildet. Menschen auf der Flucht verlassen ihre Heimat, überwinden Grenzen und gelangen in unbekannte Räume. Digital vernetzte Medien heben klare Raum- und Zeitbegrenzungen auf, spielen als Kommunikations- und Sozialräume eine entscheidende Bedeutung und ermöglichen neue, transnationale Beziehungsformen (vgl. KJB 2017: 273-281). Die räumliche Umwelt definiert mit ihrer Gestalt, ihren Formen und Grenzen verschiedene Handlungsmöglichkeiten, die sich Jugendliche aneignen können. Teilhabeprozesse vollziehen sich damit immer auch als räumliche Aneignungsprozesse (vgl. Oehme 2010).

Hier erschließen sich auch für das WeReport-Projekt im Rahmen von stadtgrenzenlos neue, durch empirische Forschung zu untermauernde Aufgaben.


Literatur

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Kutscher, Nadia/Kreß, Lisa-Marie (2015): Internet ist gleich mit Essen. Empirische Studie zur Nutzung digitaler Medien durch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, online unter: https://images.dkhw.de/fileadmin/Redaktion/1.1_Startseite/3_Nachrichten/Studie_Fluechtlingskinder-digitale_Medien/Studie_digitale_Medien_und_Fluechtlingskinder_Langversion.pdf (letzter Zugriff: 22.02.2018).

Kutscher, Nadia/Kreß, Lisa-Marie (2017): Medienhandeln von Geflüchteten als Praxis informeller Bildung, online unter: http://www.fluechtlinge-werden-freunde.de/medienhandeln-von-gefluechteten-als-praxis-informeller-bildung/ (letzter Zugriff: 22.02.2018).

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Tags

social participation, young refugees, digital participation, media education, youth welfare service